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05.05.1989 - 

Reines Warenverteilen reicht für PC-Händler nicht mehr aus

HOC: Service muß das Geld bringen

MÜNCHEN (bk) - Ein respektables Geschäftsjahr hat das Franchise- Unternehmen House of Computers (HOC), Unterhaching bei München, hinter sich: Die PC-Handelsgruppe erzielte einen Gesamtumsatz von 68 Millionen Mark, was einer Steigerungsrate von 300 Prozent entspricht. Den Sprung in die Ertragszone hat die Grundig-Tochter allerdings noch nicht geschafft.

Das erfreuliche Ergebnis, so HOC-Geschäftsführer Peter Maslowski, könne jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß sich die gesamte PC-Händlerschaft in der Bundesrepublik Deutschland in einer beängstigenden Situation befinde. Man sei in einem Geschäft tätig, das Volumen bewege, aber gleichzeitig einen Verlust erwirtschafte. Aufgrund der ruinösen Rabattforderungen der Endkunden, so Maslowski, sähen sich immer mehr Händler einer wachsenden Verschuldung, wenn nicht gar Überschuldung ausgesetzt.

Als einzigen Ausweg aus der Misere sieht der HOC- Geschäftsführer das Verkaufen von Serviceleistungen. "Wenn wir schon nicht am Produkt verdienen können, dann wenigstens an der Dienstleistung." Vordergründiges Ziel müsse deshalb für den PC-Händler sein, in die Rolle des Beraters, Systemintegrators und Dienstleistungserbringers hineinzuwachsen - und dies dann auch entsprechend zu vermarkten. "Das reine Warenverteilen jedenfalls bringt nichts mehr", betonte Maslowski.

Die House of Computers GmbH wurde Ende 1985 gegründet. In der Zentrale, die im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 46 Millionen Mark am Gesamtumsatz beteiligt war, sind 45 Mitarbeiter beschäftigt . Bis heute sind der PC-Händlerkette 20 Franchise-Partner angeschlossen. Vertrieben werden PCs der oberen Leistungsklasse von IBM, Compaq, Apple, Hewlett- Packard und Toshiba. An zusätzliche Hersteller ist derzeit nicht gedacht. Allerdings liebäugelt Maslowski - als ehemaliger DEC-Mitarbeiter - damit, auch Produkte seines früheren Arbeitgebers für sein Unternehmen zu gewinnen.