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15.05.1981 - 

Ifabo '81 - größer, schneller, weiter:

Hoch auf der Mikrowelle

15.05.1981

WIEN (eks) - Unberührt von Wirtschaftsproblemen schwimmt die Ifabo Osterreichs größte Fachmesse für Büroorganisation - hoch oben auf der Mikrowelle. Dialogcomputer-, Textsystem- und Mikrocomputer-Lösungen dominieren.

Rund hundert Aussteller bieten EDV-Unterstützung, die effizientere Büroarbeit, Kostensenkungen, reibungslosen Informationsfluß, Rationalisierung, Humanisierung und bessere Entscheidungsunterlagen für das Management versprechen. Die vor allem in den Computergrößenklassen bis zu drei Millionen Schilling überproportional wachsende Computerbranche vollzieht den Schritt zur echten Dienstleistungsbranche mit technischen und organisatorischen Problemlösungen.

Computerfirmen, die im expansiven Markt der Informations- und Kommunikationstechnologie mithalten wollen, müssen über entsprechende Infrastruktur für Beratung, Organisation, Betreuung flexible Anwendungssoftware, Schulung und technischen Kundendienst verfügen. Ob Aussteller und ausgestellte Systeme diesen Anforderungen genügen, wird die Marktentwicklung der nächsten Jahre weisen.

Die Entscheidung für den Anwender ist jedenfalls wieder einmal schwieriger geworden. Die interne Leistungsfähigkeit einzelner Geräte die Entwicklung "intelligenter" Peripherie und wachsende Netzwerkmöglichkeiten verwischen die Leistungsgrenzen zwischen den traditionellen Rechnergruppen und Computerklassen. Es war nie sinnvoll, Systeme auf der Basis technischer Kennwerte zu vergleichen, heute ist es gar nicht mehr möglich. Untrennbar ineinander verschränkt haben sich Geräte und Problemlösungen.

Die Begriffe Firmware, Orgware und Teachware sind nur letzte verzweifelte Versuche wieder zu kategorisieren. Computerauswahl wird mehr und mehr vergleichbar der Auswahl eines Partners. Die modular gewordene Technik aber ermöglicht nicht mehr Treue versprechen zu müssen, "bis daß der Tod Euch scheidet", sondern ermöglicht laufende kleine Anpassungsentscheidungen auch in großen und monolithisch aussehenden Systemen. Die Modularität erlaubt auch mehr auf die Bedürfnisse des einzelnen einzugehen und Anpassungszwänge zu vermeiden.

Die evolutionäre Adaption verlangt laufende Information über die Informationstechnik, die heute viel mehr umfaßt als Computer, Hardware und Software und die Schaffung persönlicher Kontakte. Wer auf eine Computermesse, und sei sie die größte der Welt, geht, um eine Systementscheidung zu fällen, liegt falsch. Wer hingegen die Information zur späteren Abwägung sucht, ist gut beraten.