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27.03.2008

Hochtief verwahrt sich gg Kostentreiber-Vorwurf bei Transrapid

BERLIN (Dow Jones)--Der Baukonzern Hochtief hat sich gegen den Vorwurf des Kostentreibers beim Münchener Transrapid-Projekt verwahrt. Nicht Preiserhöhungen oder Fehlkalkulationen seitens des in Essen ansässigen Konsortialführers Hochtief hätten zur Kostenexplosion geführt, sagte Konzernsprecher Bernd Pütter Dow Jones Newswires am Donnerstag.

BERLIN (Dow Jones)--Der Baukonzern Hochtief hat sich gegen den Vorwurf des Kostentreibers beim Münchener Transrapid-Projekt verwahrt. Nicht Preiserhöhungen oder Fehlkalkulationen seitens des in Essen ansässigen Konsortialführers Hochtief hätten zur Kostenexplosion geführt, sagte Konzernsprecher Bernd Pütter Dow Jones Newswires am Donnerstag.

Die gegenüber den Planungen deutlich höheren Kosten waren am Morgen von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und dem bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein als Gründe für das Scheitern des Projektes genannt worden.

Pütter verwies darauf, dass nicht die Kostenveranschlagung von Hochtief, sondern ein Experten-Gutachten im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums aus dem Jahr 2004 die Kosten auf 1,85 Mrd EUR für Bau, Bahn- und Systemteil veranschlagt habe. Dieses Gutachten sei zur Grundlage für die Mittelbereitstellung seitens der Politik gemacht worden.

Die mit Stoiber im September 2007 getroffene Realisierungsvereinbarung habe beinhaltet, "jetzt erst einmal in Ruhe zu kalkulieren" und die Kosten zu veranschlagen, sagte Pütter. Dahinter habe die Aussage der Industrie gestanden, "wenn es für 1,85 Mrd EUR geht, dann macht die Industrie das für 1,85 Mrd EUR, das war das Junktim".

Hochtief habe dann im November 2007 von der Bahn die Planungsunterlagen bekommen. Auf deren Basis habe Hochtief wirklich kalkulieren können, wieviel der Bau der Trasse kosten würde.

In dem der Mittelbereitstellung zugrunde gelegten Gutachten sei auch noch nicht die Planfeststellung enthalten gewesen. Im Zuge des Planfeststellungverfahrens sei es zu einer Reihe von Einsprüchen durch die Anwohner gekommen. "Diese haben dazu geführt, dass beispielsweise die Tunnel wesentlich länger sind, oder dass mehr Lärmschutz erforderlich ist", sagte Püttner. "Diese Mehrkosten sind dem Waggon egal, die wirken sich allein auf die Baukosten aus", sagte der Hochtief-Sprecher.

"Erst zum jetzigen Zeitpunkt haben wir zum ersten Mal als Bauindustrie einen Preis für diese Strecke abgegeben", betonte Pütter. Insofern stimme der Vorwurf nicht, die Bauindustrie habe Kosten erhöht, weil die Bauindustrie erst jetzt belastbare Kosten genannt habe, sagte der Sprecher von Hochtief.

Webseite: http://www.hochtief.de -Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122, beate.preuschoff@dowjones.com DJG/bep/bam

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