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23.02.1996 - 

60000 Windows-NT-Lizenzen geordert

Hoechst schluckt Pille gegen Client-Wildwuchs

Im Rahmen eines Partnerschaftsvertrags hat sich der Chemiegigant abgesichert: Microsoft verpflichtet sich darin, Hoechst fruehzeitig ueber die Planung und Entwicklung neuer Produkte sowie ueber Veraenderungen bereits existierender Programme zu informieren. Ausgesuchte Mitarbeiter von Hoechst werden fruehzeitig in den Test neuer Software einbezogen.

Der Weg, den die Frankfurter einschlagen, ist eher untypisch. In einer Erhebung hat die CW-Schwesterpublikation "Computerworld" herausgefunden, dass von 100 IT-Managern nur jeder sechste einen direkten Umstieg auf Windows NT Workstation anpeilt. Fuer den durchschnittlichen Anwender reiche Windows 95 voellig aus, lautet in der Regel die Begruendung. Rund 20 Prozent der Befragten denken sogar ueberhaupt nicht daran, in naechster Zeit das Betriebssystem zu wechseln. Windows 3.1 genuegt ihren Anspruechen. Die Mehrheit aller befragten Unternehmen wird in den naechsten Jahren mit einer Mixtur aus den verschiedenen Microsoft-Betriebssystemen arbeiten. Sie planen deren Einsatz je nach Arbeitsplatzanforderungen. Auffaellig ist die grundsaetzliche Skepsis gegenueber Windows 95.

Rund 80 Prozent der IT-Manager gehen davon aus, dass Windows 95 nur ein Uebergangsprodukt ist, die Zukunft gehoere NT. Dennoch ist die Bereitschaft, sich auf Windows 95 einzulassen, recht gross. Immerhin planen bereits 65 Prozent den Umstieg oder haben schon damit begonnen. Die Analysten fuehren dieses widerspruechliche Verhalten auf den Druck der Anwender zurueck, die das System zu Hause nutzen und nun auch bei der Arbeit verwenden wollen.

Durch eine enge vertragliche Bindung an Microsoft will der Hoechst-Konzern die Risiken einer reinen NT-Strategie einschraenken. So koennen Hoechst-Angestellte sogar bei Projekten mit Dritten mitwirken, sofern gemeinsame Interessen beruehrt werden. Dieser Passus ist vor allem deshalb interessant, weil er dem Konzern die Chance gibt, die Kooperation zwischen Microsoft und SAP zu beobachten und moeglicherweise Einfluss zu nehmen.

Bereits vor zwei Jahren hatte der Chemiekonzern unter der Bezeichnung "Business Oriented Applications" eines der groessten R/3-Einfuehrungsprojekte ueberhaupt aufgelegt. Den einzelnen Niederlassungen soll weltweit ein integriertes Softwarepaket an die Hand gegeben werden, das ihnen erlaubt, die wichtigsten Geschaeftsprozesse abzubilden.

Einen weiteren Grossvertrag hatte Hoechst Ende vergangenen Jahres mit der IBM abgeschlossen. Darin geht es um die langfristige Sicherung der richtigen Menge an Rechnerkapazitaet. Hoechst peilt mit der Einfuehrung von R/3 auf Dauer die Abloesung der Mainframe- Infrastruktur an. Neben den Vertraegen mit SAP, Microsoft und IBM soll ein weiterer Kontrakt mit einem Vertreter der Telecom-Branche folgen.