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29.01.1999 - 

Höhere Interconnection-Gebühren verlangt

Höhere Interconnection-Gebühren verlangt Deutsche Telekom verunsichert Konkurrenten und Regulierer

MÜNCHEN (CW) - Die Telekom verlangt bereits jetzt höhere Tarife für die Netzzusammenschaltung (Interconnection), nachdem sie zu Jahresanfang die entsprechenden Verträge mit Wettbewerbern gekündigt hatte. Das Vorgehen der Telekom irritiert nicht nur die Konkurrenten, sondern auch den Regulierer.

Für die Regulierungsbehörde war das Vorgehen des Ex- Monopolisten ein Schlag ins Gesicht. Noch zu Weihnachten hatte deren Präsident Klaus-Dieter Scheurle bekräftigt, daß die Gebühren für die Mitbenutzung des Telekom-Netzes bis zum 31. Dezember 1999 gültig bleiben würden. Doch mit der Kündigung der Verträge legte die Telekom einen Entwurf vor, der erheblich höhere Interconnection-Gebühren vorsieht als bisher. Analysen von Experten lassen befürchten, daß die Netzzusammenschaltung nun um rund 30 Prozent teurer wird. Wie das "Handelsblatt" berichtet, verlangt der Ex-Monopolist die höheren Gebühren von Neulingen im Markt bereits jetzt.

"Den Rahmen für Interconnection-Verträge setzt unsere Behörde und nicht die Telekom", entgegnet Arne Börnsen, Vizepräsident der Regulierungsbehörde. Höhere Gebühren kann die Telekom nur dann verlangen, wenn ein Anbieter in ihrem Netz sogenannten atypischen Verkehr erzeugt, also wenn beispielsweise Gespräche von München nach Augsburg über Hamburg geschaltet werden müssen. Obwohl Börnsen verspricht, jeder, der das Verhalten der Telekom wettbewerbsbehindernd findet, könne sich an den Regulierer wenden, erwägen einzelne Anbieter bereits, die EU-Wettbewerbskommission einzuschalten.