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27.10.1989 - 

Technologiezentren stellen Forderungen an die öffentlichen Hände

Höhere Investitionen in mittelständische Innovation

BERLIN (CW) - Auf die Bedeutung von Innovationszentren für Klein- und Mittelbetriebe wiesen Sprecher auf der ersten internationalen Jahreskonferenz der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Technologie- und Gründerzentren (ADT) in Berlin hin. ADT-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Wodtke forderte die öffentliche Seite auf, sich innovatitonsfreudiger zu zeigen.

Unter dem Motto "Finanzierung von Wachstum" hatte die ADT 130 Teilnehmer aus zwölf Ländern geladen. Als Zusammenschluß bundesdeutscher Innovations- und Gründerzentren fördert die Arbeitsgemeinschaft Unternehmensgründung und -wachstum. Bei der Finanzierung von Unternehmensgründungen ist indes noch nicht alles zum besten bestellt - zu diesem Fazit kam Karl-Heinz Wodtke, Vorstandsvorsitzender der ADT.

Öffentliche Seite muß sich innovationsfreudiger zeigen

"Es reicht nicht, mehr Risikobereitschaft von Banken und privaten Investoren zu fordern", so Wodtke, "auch die öffentliche Seite muß sich innovationsfreudiger zeigen." Weitaus stärker als auf große Unternehmen wirke sich die Bürokratie innovationshemmend auf kleine und mittlere Betriebe aus.

Auf die Bedeutung von Unternehmen dieser Größe wies Elmar Pieroth hin. Der Bundesvorsitzende der Mittelstandsvereinigung der CDU/CSU bezeichnete den Mittelstand als die Basis unserer Wirtschaft. Er garantiere Innovation, Wettbewerb und Wirtschaftsdynamik. Mit Blick auf neue Unternehmen kämen auf Innovationszentren zusätzliche Aufgaben zu, so bei der Erschließung des westeuropäischen Marktes und der Schaffung neuer Formen der 0st-West-Zusammenarbeit.

Die Bedeutung von Technologie und Gründerzentren für die Politik hob Uwe Thomas, Staatssekretär im schleswig-holsteinischen Ministerium für Wirtschaft, Technik und Verkehr hervor. "Die Zentren sind ein wichtiges Instrument für innovations- und zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik ohne Verdrängungswettbewerb zwischen den Regionen", so Thomas. Vier solcher Zentren seien im nördlichsten Bundesland bereits in Betrieb, weitere in Planung.

Großes Interesse zeigten auch private Investoren an Innovationszentren Dr. Wolfgang Poeck, Vorstandsmitglied der Dresdner Bank Berlin AG, wies darauf hin, daß die Zentren eine gute Vorauswahl bei Gründungsprojekten vornehmen. Daher falle es einer Bank leichter, eine positive Kreditentscheidung zu treffen. Zwar biete das Zentrum keine Erfolgsgarantie, die Nähe zu anderen Unternehmen und die Beratung durch das Zentrum keine Erfolgsgarantie, die Nähe zu anderen Unternehmen und die Beratung durch das Zentrum seien indes immer eine wichtige Hilfe.

Kooperation durch Technologieparks

Auf der Konferenz fanden die Ausführungen von Dr. Iwan Medwedew von der Moskauer Akademie der Wissenschaften großes Interesse. Er bezeichnete Technologieparks als Instrument neuer Wirtschaftspolitik in der UdSSR. Die Zentren er möglichten eine intensivere wirtschaftliche und technische Kooperation zwischen Ost- und Westeuropa. ò