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01.12.1995

Hoehere Preise sollen Privatbesucher abhalten Trotz Home-Ableger bleibt die CeBIT eine Massenveranstaltung

HANNOVER (sc) - Die Zweiteilung der CeBIT in eine Veranstaltung fuer professionelle und eine fuer private Anwender wird auch 1996 wenig Entspannung bringen: Mit 6300 Ausstellern und 333 600 Quadratmetern Nettopraesentationsflaeche meldet die Deutsche Messe AG fuer die verkuerzte CeBIT 1996 wieder Rekordzahlen.

Die Hannoveraner Messemacher klingen zufrieden. Schon bei Anmeldeschluss war die CeBIT 1996 ausgebucht, und das, obwohl mit einer neuen Halle 4 und der zusaetzlich errichteten Halle 26 noch mehr Platz zur Verfuegung stand. "Es gibt keinen Marktfuehrer, der nicht an der CeBIT teilnimmt", freut sich Hubert Lange vom Vorstand der Deutschen Messe AG.

Damit bleibt das erste CeBIT-Jahr mit verkuerzter Messedauer und neuer Zusatzmesse fuer die Privatanwender vorerst ohne Wermutstropfen fuer die Messegesellschaft - und vermutlich alles beim alten. Nur ein Unternehmen, das bisher auf der Fruehjahrsveranstaltung vertreten war, verlagert sein Engagement ganz auf die CeBIT Home. Siemens-Nixdorf wird seine Praesenz in der Halle 1 zugunsten des Sommertermins von drei auf zwei Staende zurueckschrauben. "Etwa 300 bis 400 Aussteller praesentieren sich auf beiden Messen", erklaerte Lange.

"Die CeBIT aendert sich ueberhaupt nicht", beantwortete der Messechef vor der Presse in Hannover die Fragen nach moeglichen Wandlungen der Angebotsstruktur. Boese Zungen koennten den Hannoveranern dabei auch ein zu starkes Festhalten an traditionellen Ausstellungsthemen vorwerfen. So wird die Buerotechnik, von Kritikern als mittlerweile fehl am CeBIT-Platze eingestuft, fuer 1996 zu einem der Schwerpunktthemen erklaert.

Zu den wachstumsstaerksten Bereichen gehoeren Software und Telekommunikation, die 1996 beide mehr Ausstellungsflaeche erhalten. Den Mobilfunkanbietern wurde eine eigene Halle zugewiesen.

Aufgegeben wurde zumindest fuer die naechsten Jahre das Partnerland- Konzept. Die Zusatzausstellung Chancen 2000 findet kuenftig im Rahmen der CeBIT Home statt, die zudem Unterhaltungselektronik, Medien, Online-Dienste, Spiele etc. bieten soll.

Wenngleich die Messe AG einraeumt, dass es bei den beiden CeBIT- Varianten Ueberschneidungen im Angebot geben wird, meint sie doch, die Zielgruppen ueber den Preis zur passenden Veranstaltung dirigieren zu koennen. So sollen bei der Fruehjahrs-CeBIT deutlich erhoehte Eintrittsgebuehren das Schaupublikum abschrecken. 50 Mark statt wie im Vorjahr 35 Mark sind 1996 an der Tageskasse fuer eine Karte hinzublaettern. Verguenstigungen fuer Studenten und Schueler gelten laut Lange nur noch an den besucherschwachen Tagen Sonntag und Mittwoch.

Diese Preispolitik werde bei der CeBIT 1996 nach Einschaetzung der Hannoveraner Veranstalter zu einer auf 600000 bis 650000 geschrumpften Besucherzahl (1995: 755000 Besucher, davon etwa 200000 Privatanwender) fuehren. Lange rechnet auch fuer 1996 noch mit einem betraechtlichen Anteil an privaten Computernutzern, der jedoch in den folgenden Jahren zurueckgehen werde (vgl. CW Nr. 43 vom 27. Oktober 1995, Seite 35). Ob 100000 bis 150000 Besucher weniger die Fruehjahrsveranstaltung bereits grundlegend entlasten, ist allerdings schon aufgrund der kuerzeren Messedauer fraglich, da diese an den einzelnen Tagen wieder zu einer staerkeren Konzentration des Publikumsandrangs fuehren wird.