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21.06.1985 - 

Hochschullehrerverband kritisiert Technikfeindlichkeit:

Höherqualifizierte Arbeitsplätze durch DV

HANNOVER (CW) - Die derzeitige Computertechnologie in der Bundesrepublik schafft nach Meinung des Nürnberger DV-Experten Professor Peter Mertens "höherqualifizierte Arbeitsplätze". Gäbe es die DV nicht, stünde "die deutsche Industrie auf plus minus Null", meinte Mertens.

Mertens-vom Vorsitzenden des Hochschullehrerverbandes Professor Klaus Chmielewicz als "deutscher DV-Post" tituliert - wies auf einer Fachtagung in Hannover auch auf den finanziellen Nutzen der Datenverarbeitung hin. Nach Mertens' Worten sei zudem der von Gewerkschaften befürchtete Effekt der Wegrationalisierung von Arbeitsplätzen nicht gegeben und nach wie vor unbewiesen. Der Münchener Professor Eberhard Witte unterstrich diese Aussage mit den Worten, daß "die Technikfeindlichkeit in der Bundesrepublik Arbeitsplätze eher exportiert, als daß sie neue schafft".

Neben den Fragenkomplexen zur elektronischen Datenverarbeitung beschäftigten sich die Fachleute während des Kongresses auch mit den Problemen der politischen Implikationen der heutigen Arbeit. Wie Chmielewicz erläuterte, müßten die gesellschaftlichen Umwälzungen genau analysiert werden, die in absehbarer Zeit durch die Telearbeit entstehen würden. Die Auftragsarbeit am Bildschirm zu Hause erschließe "vollkommen neue Potentiale an Arbeitskräften wie beispielsweise Hausfrauen und Behinderte", wie der Professor abschließend verlauten ließ.