Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

21.11.1986 - 

Stahlkocher kauft sich in Technologiefirmen ein:

Hoesch AG übernimmt Rafi und Unterbeck

DORTMUND (ujf) - Ihr Engagement auf dem Sektor Automationstechnik baut die Hoesch AG aus. Der Stahlkonzern übernimmt den Ravensburger Hersteller Rafi; das Softwarehaus mbp, eine 100prozentige Hoesch-Tochter, wird im Rahmen seines CIM-Konzepts Mehrheitsgesellschafter des NC-Softwarehauses UNC Unterbeck in Köln.

Obwohl Hoesch Rafi nicht wegen seiner Bildschirmtext-Produkte kaufen will, soll diese Produktlinie vorerst nicht aufgegeben werden. Dafür sei dort zuviel in diesen Bereich investiert worden, meint Norbert Großkurth, Chef des Stabes Technologie in der Dortmunder Hoesch-Konzernzentrale. Über Details der künftigen Firmenpolitik der Rafi GmbH könne er im Moment nichts sagen, da der Kauf noch nicht vollständig abgeschlossen sei und die neue Mutter das Unternehmen erst besser kennenlernen müsse. Seitens des Kartellamts gab es keine Einwände.

Das Interesse des Stahl- und Maschinenbaukonglomerats an der mittelständischen Elektronikfirma begründete Großkurth mit dem Know-how von Rafi auf dem Gebiet der "Mensch-Maschine-Schnittstelle". Die Automationstechnik, der sich Hoesch verstärkt zuwende, beginne schon da, wo "der Mensch zum ersten Mal mit dem Automaten in Kontakt tritt".

Die Eigentümer der Rafi GmbH hatten sich zum Verkauf entschlossen, weil sie sich aus Altersgründen aus dem Geschäftsleben zurückziehen wollen; beide Gesellschafter sind über 70 Jahre alt. Mit 1000 Beschäftigten setzt der Betrieb jährlich rund 120 Millionen Mark um.

Als "Entwicklungszentrum für NC/DNC/Robotic-Software" will die mbp Software & Systems GmbH, eine hundertprozentige Tochter des Stahlkonzerns, die UNC Unterbeck Numerical Control Software GmbH, Köln, nutzen. Dieses kleine, aber hochspezialisierte Unternehmen gehört neuerdings zu 51 Prozent der mbp. Der Gründer und Geschäftsführer Joachim Unterbeck behält die restlichen Anteile; UNC wird als selbständig operierendes Unternehmen weitergeführt. Das 1982 gegründete, ausschließlich auf dem Sektor NC-Steuerungen tätige Softwarehaus erwartet mit seinen 30 Mitarbeitern im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von neun Millionen Mark.

Für die nächste Zeit hat die mbp angekündigt, ihr "Produktgeschäft durch Beteiligung an Software- und Systemhäusern sowie durch Lizenznahmen auszuweiten" und damit den "Marktanteil auszubauen und die Ertragslage zu verbessern".