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16.12.1994

Hoffen auf eine bessere Normenakzeptanz in den USA AT&T-Tochter richtet Dienste streng nach OSI-Standards aus

BOSTON (IDG) - Konsequent OSI-konform will AT&T Global Information Solutions (GIS) die Enterprise-Messaging-Strategie ausrichten. X.400 und X.500 sollen die Basis fuer neue Netzprodukte sein. Eine neue Back-end-Software baut auf dem 1988 von der OSI vereinbarten Message Handling System (MHS) auf und integriert zusaetzlich die im OSI-Update festgelegte X.435-Spezifikation fuer den elektronischen Datenaustausch (Electronic Data Interchange = EDI).

Die Tochter des amerikanischen Carriers wird bei der Entwicklung der neuen Enterprise-Messaging-Tools auf die Hilfe von Isocor, Los Angeles, zurueckgreifen. Das Unternehmen hat sich in der Vergangenheit bereits einen Namen mit X.400-Loesungen wie "Isoplex" gemacht. Diese Back-end-Software soll nun in AT&Ts Produkt fuer Unix-Server integriert werden.

Zudem wird AT&T GIS seinen X.500-konformen Verzeichnisdienst so ueberarbeiten, dass das System als Basisumgebung installiert werden kann. Mit dem "Lotus Communications Server" (LCS) und "Exchange" von Microsoft gibt es zwei konkurrierende OSI-konforme Dienste. Alle drei Produkte, so hoffen die AT&T-Verantwortlichen, werden gemeinsam zu einer breiteren Akzeptanz der standardisierten Loesung vor allem in den USA fuehren. Beide OSI-Protokolle, X.400 und X.500, sind in Europa bereits anerkannt.

AT&T will die Host-LAN-Connectivity durch ein Wiederverkaufsabkommen mit dem Unternehmen Boston Software Works gewaehrleisten, dessen Produkt "Interoffice" schon IBMs "Profs" oder DECs "All-in-one" mit MAPI-konformen Applikationen wie cc:Mail verbindet. Die zentrale Plattform der Enterprise- Messaging-Software, die die Verbindungen zu Netzwerkservices wie Verzeichnisdiensten, EDI-Anwendungen und Host-Mail-Gateways herstellt, arbeitet in OSI-, TCP/IP- und APS-Remote-Access- Netzwerken.

Zur Zeit befindet sich das AT&T-Produkt im Betatest. Ab Januar 1995 soll es fuer die Unix-Derivate von Hewlett-Packard, AT&T und SCO ausgeliefert werden. Versionen fuer Unixware und AIX werden laut Hersteller folgen. Preislich will die AT&T-Tochter das konkurrierende "Openmail" von Hewlett-Packard unterbieten, dennoch wird die AT&T-GIS-Loesung erheblich teurer als LAN-basierte Umgebungen sein.