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22.11.1985 - 

Programmieraufwand bei Mikro-Datenbanken wird oft totgeschwiegen:

Hoffnung auf einen glatten DV-Einstieg trügt

WIESBADEN (CW) - Längst hat sich in den Fachabteilungen der Personal Computer breitgemacht - dementsprechend groß ist die Zahl der angebotenen Softwarepakete. Datenbanksysteme nehmen dabei eine besondere Stellung ein: Anwender erhoffen sich von ihnen einen schnellen und problemlosen Einstieg in die DV-Welt.

Nach ersten Gehversuchen mit dem vielversprechenden Datenbanksystem sieht sich die Fachabteilung allerdings meist Vorwürfen der DV-Abteilung ausgesetzt, die mit Schlagworten wie "Datenchaos" oder "Insellösungen" charakterisierbar sind. Aus der Vielzahl von Gründen für diese Misere soll hier nur ein Aspekt herausgegriffen werden: Aufwand und Qualifikation zur Realisierung von Mikro-Datenbankanwendungen werden häufig unterschätzt.

Die derzeit am Markt angebotenen Datenverwaltungssysteme unterscheiden sich zum Teil erheblich voneinander. Reiner Kuhn, Berater bei der Wiesbadener Innova Consulting, hat hierzu nachfolgend eine grobe Klassifizierung vorgenommen: Zum einen sind indexsequentielle Dateiverwaltungssysteme erhältlich mit Schnittstellen zu einer oder mehreren (Standard-)Programmiersprachen; Beispiele: Access-Manager, BTrieve.

Zweitens gibt es indexsequentielle Dateiverwaltungssysteme mit komfortablen Programmier-Tools wie "Open Window" oder "System B". Die nächste Gruppe sind Dateiverwaltungssysteme mit integrierter (eigener) Programmiersprache wie beispielsweise dBase II + III oder Data-Flex.

Ferner werden integrierte Softwarepakete mit einem Datenbankmodul nach Art des "Open Access" oder "Symphony" angeboten. Als letzte Gruppe können die "geschlossenen" Datenbanksysteme genannt werden, wozu beispielsweise "Adimens" zählt.

Der Berater geht davon aus, daß die Fachabteilungen für die Implementierung ihrer individuellen Anwendungen in den meisten Fällen selbst verantwortlich sind, wobei dann die nicht-relationalen Datenbanken sowie solche mit Anbindung an eine Standard-Programmiersprache von vornherein ausscheiden. So sei der Wunsch nach leistungsfähigen Anwendungssystemen auf Mikro-Datenbankbasis - trotz komfortabler Tools - nicht ohne teilweise erheblichen Programmieraufwand sowie fundiertes Datenbank-Know-how. erfüllbar. Kuhh: "Diesen Punkt verschweigen die Hochglanz-Broschüren der Hersteller!"