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24.09.2004 - 

Top 100 - eine CW-Sonderpublikation zum deutschen ITK-Markt

Hoffnung und Zuversicht prägen eine Branche

24.09.2004
Erstmals hat die COMPUTERWOCHE mit der Sonderpublikation "Top 100" den deutschen Markt für Informationtechnologie und Telekommunikation (ITK) in seiner Gesamtheit analysiert.

Das Ergebnis ist ein Überblick über sämtliche relevanten Themen, die heute IT-Verantwortliche in deutschen Unternehmen beschäftigen.

Beispiel Enterprise-Application-Integration (EAI): In diesem Marktsegment zeichnen sich signifikante Veränderungen ab. Zunehmend versuchen neben den Spezialisten auch Hersteller von Unternehmenssoftware und Infrastruktur im Integrationsgeschäft zu reüssieren. Darüber hinaus ergeben sich Umorientierungen, weil sich der Integrationsmarkt auf eine Service Oriented Architecture (SOA) zu bewegt. Solch eine modulare Applikationswelt verschafft zwar dem Anwender mehr Flexibilität. Allerdings erhöht sich wegen der deshalb steigenden Zahl von Schnittstellen auch der Grad der Komplexität.

Im Marktumfeld Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM) und Supply Chain Management (SCM) gibt es in Deutschland ein Unternehmen, das alles dominiert: SAP. In Walldorf dürfte man heute darüber schmunzeln, dass Marktauguren noch vor wenigen Jahren prognostizierten, das Geschäft mit ERP werde kaum noch wachsen. Vielmehr würden sich Investitionstätigkeiten Richtung SCM verlagern. De facto stiegen die Marktumsätze mit ERP-Software von 2002 auf 2003 entgegen der Prognosen erheblich, die für SCM hingegen sanken.

Positiv sind auch die Aussichten für Anbieter von Content- und Dokumenten-Management-Software. Das liegt daran, dass mittlerweile auch Anwender mit kleineren Budgets ihren Bedarf im Umfeld der elektronischen Dokumentenverwaltung abdecken, weil einstmalige Kostentreiber wie Repository-Speicher, große Bildschirme und schnelle PCs respektive Server heute erschwinglich sind. Auch für die in Deutschland aufspielenden nationalen Anbieter dürften sich Wachstumspotenziale ergeben. Deren Lösungen eignen sich oft eher für die sehr konkreten Belange deutscher Anwender als die komplexen Systeme für das so genannte Enterprise-Content-Management (ECM) der großen internationalen Hersteller.

Bezüglich reiner Office-Anwendungen herrscht am deutschen wie dem Weltmarkt gähnende Langeweile: Microsoft beherrscht die Szene mit einem Marktanteil von 96,7 Prozent. Die Unternehmensberatung Gartner hat es denn auch aufgegeben, für dieses Segment noch Berichte zu veröffentlichen.

Seit einiger Zeit versucht die Gates-Company zudem, angrenzende Marktsegmente wie E-Mail- und Kalendersoftware, Realtime- und Team-Collaboration-Software als auch Content- und Dokumenten-Management-Werkzeuge zu okkupieren. Noch spielt IBM hier die erste Geige. Doch Microsoft hat Big Blue den Kampf angesagt.

Anbieter von Business-Intelligence-(BI-) Lösungen sehen sich als Gewinner der weltweit schwierigen Zeiten. BI-Werkzeuge etwa für Reporting und Analyse versorgen Fachabteilungen und das Management mit geschäftsrelevanten Informationen. Nicht von ungefähr ergab deshalb auch eine Untersuchung der Meta Group vom vergangenen Jahr, dass von 450 befragten deutschen Unternehmen etwa ein Drittel bereits Software für die Generierung von Berichten, für Ad-hoc-Abfragen, für Data-Mining-Aktionen sowie multidimensionale Datenbanken für Online Analytical Processing (Olap) einsetzt.

Eher unaufgeregt geht es im Datenbankmarkt zu: Die drei Großen IBM, Oracle und Microsoft beherrschen das Feld. Und obwohl Datenbanken zwangsläufig der Grundpfeiler jeder IT sind, ist in dieser Szene nur insoweit mit Umbrüchen zu rechnen, als sich Open-Source-Alternativen immer stärker ausbreiten.

Spätestens seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 erfreuen sich Produkte zum Schutz der IT einer erhöhten Nachfrage. Eine Untersuchung der Meta Group bei 600 deutschen Anwenderunternehmen ergab, dass Sicherheit direkt nach Kostensenkung ganz oben auf der Prioritätenliste steht. Zum gesteigerten Sicherheitsbedürfnis der Anwender hat die massive Zunahme von Spam, Viren, Würmern etc. beigetragen. Neben dem Geschäft mit Software und Hardware sehen die Security-Anbieter vermehrt auch eine Nachfrage nach Sicherheitsservices. Zudem rufen neue Techniken wie Wireless LAN, Web-Services oder auch veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen immer wieder die Sicherheitsexperten in Unternehmen auf den Plan.

Positive Signale aus der TK-Branche

Kaum ein anderes IT-Segment wurde in den vergangenen Jahren von der Krise so gebeutelt wie das der Netzausrüster. Massenentlassungen und tief greifende Restrukturierungen waren die Folge. Zwar gibt es ernst zu nehmende Signale der Besserung. Doch der Markt ist zu diffus und vielschichtig, um die vermeintlichen Zeichen des Aufschwungs schon als gesichert hinnehmen zu können. Hierbei ist vor allem auch eine technische Trendwende zu sehen, die den Überblick über die Branche erschwert: Zum einen wachsen die Sprach- und Datenwelt technologisch zusammen (Voice over IP), zum anderen werden immer häufiger Festnetz- und Mobilfunkanwendungen kombiniert (WLAN).

Anders sieht es im Telekommunikations-Markt aus: In diesem Segment ist in Deutschland das Hauen und Stechen knapp sechs Jahre nach der Liberalisierung deutlich zurück gegangen. Der Mobilfunksektor floriert, das Segment für Internet-Dienste entwickelt sich respektabel - mit anderen Worten: der Wettbewerb funktioniert, auch wennn sich die Wettbewerber der Telekom oft mehr erhofft haben.

Flurbereinigung

Am deutschen PC-Markt geht derweil die Flurbereinigung der Anbieterlandschaft unvermindert weiter. Ebenso setzt sich der Preisverfall fort. Hierzulande gilt: Masse und Marke sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren. Der Markt für Desktops und Notebooks hat sich in den vergangenen Monaten wieder erholt. Allerdings konnten bei weitem nicht alle Anbieter im gleichen Maße von dieser kleinen Hausse profitieren.

Im Server-Markt sieht es nach mageren Jahren wieder etwas rosiger aus. Die dramatischen Einbrüche des Jahres 2000 sind vorbei, viele Unternehmen haben die Austauschzyklen erreicht und begonnen, ihre Altsysteme auszutauschen. Eine Besonderheit stellt das Teilsegment der Großrechner dar: Mit Mainframes kann man in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern noch immer gutes Geld verdienen. Und noch etwas ist hierzulande anders: Einerseits beurteilt das Marktforschungsinstitut Gartner Deutschlands Markt als eher konservativ. Andererseits liegt es aber in puncto Einsatz von Open-Source-Software und Linux international an der Spitze.

Der IT-Servicemarkt wiederum hat eine besondere deutsche Prägung: Er wird dominiert von lokalen Größen. Allen voran die Marktführer T-Systems und Siemens Business Services (SBS). Die weltweit führenden IT-Dienstleister wie EDS, Computer Science Corp. (CSC), Capgemini und Hewlett-Packard (HP) hingegen haben "die Eigenheiten des deutschen Marktes nie verstanden", analysiert Gartner-Analyst Peter Dück die hiesigen Verhältnisse. Der deutsche Mittelstand und auch viele Großunternehmen, die sich häufig in dezentrale Geschäftseinheiten gliedern, verfolgen bei der Vergabe von IT-Dienstleistungen eigenständige Strategien. Diese passen aber nicht zu den Megadeal-Vorstellungen, die die weltweit tätigen großen IT-Dienstleister verfolgen. Lediglich IBMs Servicetruppe Global Services Division konnte sich in Deutschland einen Stammplatz unter den führenden IT-Dienstleistern erkämpfen.

Was an dieser Stelle nur kursorisch angesprochen werden konnte, fächert die Publikation "Top 100" in erschöpfender Breite auf. Zu den Analysen der Marktsegmente gesellen sich noch zehn Portraits von Unternehmen, die die wesentlichen Zeichen am gesamten IT-Markt setzen. Und erstmals auch veröffentlicht ein Medium eine Top-100-Liste der umsatzstärksten, in Deutschland tätigen ITK-Unternehmen.

Das Top-100-Projekt ist mithin ein Allmanach, der den Leser umfassend über die gesamte ITK-Branche Deutschlands informiert.

Jan-Bernd Meyer, jbmeyer@computerwoche.de

Top-100-Analysen

Die 13 Marktsegmente, die in der Sonderpublikation "Top 100" analysiert werden, sind:

- Business Software

- Business-Intelligence-Software

- Integrations-Software

- Office-Software

- Datenbank-Software

- Content- und Document-Management-Software

- Server

- Clients

- Massenspeicher

- IT-Sicherheit

- Carrier/Service-Provider

- Communications-Ausrüster

- IT-Dienstleister

Hinzu kommen zehn Firmenportraits der hier abgebildeten Unternehmenslenker. Schließlich veröffentlicht die COMPUTERWOCHE eine Liste der 100 umsatzstärksten, in Deutschland tätigen ITK-Firmen.

Das "Top-100"-Heft kann telefonisch bestellt werden beim COMPUTERWOCHE-Vertrieb: 089/36086-218 oder -220.