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03.02.1984 - 

Marktführer IBM will in Brasilien Fuß fassen

Hoffnungen auf Anti-Restriktions-Politik

SAO PAULO (CW) - Verstärkt bemüht sich IBM auch auf dem DV-Markt Brasiliens Fuß zu fassen. Ein lukratives Geschäft kann der weltgrößte Computerhersteller hier allerdings nur erwarten, wenn die brasilianische Regierung die verhängten Import-Restriktionen für Technologie-Produkte aufhebt.

Durch eine Reihe harter Schutzmaßnahmen hat Brasilien seine noch junge Computerindustrie zu schützen versucht. IBM-Vertreter äußerten in Sao Paulo die Ansicht, die Regierung werden in etwa drei Jahren die Beschränkungen lockern wenn nicht gar aufheben. Demgegenüber erklärte ein Sprecher des Spezial-Sekretariats für Informations-Technologie, der brasilianische Kongreß berate noch in diesem Jahr eine Gesetzesvorlage, die eine Institutionalisierung der Beschränkungen beinhalte. Brasilien rangiert in der Liste der Welt-Computer-Märkte derzeit auf Platz acht, könnte allerdings schon bald den fünften Rang einnehmen. Vor diesem Hintergrund ist das Interesse ausländischer Computer-Hersteller an Absatzmöglichkeiten in dem lateinamerikanischen Land verständlich.

Um die Restriktionen zu unterlaufen, bietet IBM brasilianischen DV-Produzenten an, Technologie und Vertriebssysteme mit ihnen zu teilen. Im Gegenzug will IBM in den für ausländische Unternehmen verbotenen Bereichen wie Computer für Banken, Supermärkte und Produktionskontrolle Positionen ausbauen Daneben laufen Verhandlungen über Joint-ventures und Lizenz-Abkommen.