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11.07.1980

Hoffnungen und Grenzen der Informationsverarbeitung Folge 11

11.07.1980

Das ärgste Übel scheint mir das Unwissen zu sein. Das mag für ein Computerzeitalter paradox klingen, aber genau hier liegt die eine Kernwahrheit für unsere Zukunft: das Wissen kann nicht durch Gigabits an Information ersetzt werden. Wissen ist durch die menschliche Persönlichkeit aktivierte Information, es kann weder durch Computer noch durch Nachrichtennetze ersetzt werden. Und aus dem Wissen erwächst die Verantwortung, die kein Computer abnehmen kann.

Die letzte Schlußfolgerung ist daher sehr einfach. Der Computer ersetzt den Menschen nicht, sondern er fokussiert alle Technik auf den Menschen und auf die menschliche Qualität. Eben weil der Computer so viel Mühe abnimmt und so viel neuartige Leistung ermöglicht, werden menschliches Können, menschliche Intelligenz und Charakterfestigkeit in erhöhtem Ausmaß gebraucht - nicht bloß bei ein paar Spezialisten, sondern bei allen Computerbenutzern, und das sind in Kürze alle Staatsbürger von der Geburt bis zum Tod. Schon seit einiger Zeit haben wir uns zu sehr auf die technische Qualität ausgerichtet und die menschliche vernachlässigt. Wenn der Computer darin eine Umkehrung erzwingt, dann hat er mehr erreicht, als man von einer Maschine erhoffen kann.