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Softwareprojekte managen/Kommentar


05.07.2002 - 

Hoffnungsschimmer

Sascha Alexander Redakteur CW

Die Erfolgsfaktoren für komplexe Softwareprojekte sind eigentlich bekannt. Unterstützung des obersten Managements und der Fachbereiche, detaillierte Projektplanung, klare Projektorganisation und -strukturen, Qualitätssicherung, professionelles Projekt-Management, Kommunikation zwischen allen Teilnehmern, zeitnahes Projekt-Controlling, Einsatz moderner Methoden und Werkzeuge sowie viel Projektdisziplin etc. Doch in der Praxis werden diese Empfehlungen oft nur halbherzig befolgt oder führen nicht zum gewünschten Ergebnis. Alljährlich stellt der bekannte "Chaos-Report" der Standish Group daher aufs Neue fest, dass nur wenige Vorhaben ihr Ziel erreichen.

Bei viel Schatten muss es aber auch irgendwo Licht geben. So führen seit einiger Zeit Praktiker eine erfrischende Debatte über mehr "Agilität" in Projekten. Sie wollen bisherige starre Vorgehensmodelle überwinden, die von Dokumentation überfrachtet sind, den Zeitplan und Budgets überschreiten und Anwendungen hervorbringen, die nicht den Anforderungen bei Auslieferung entsprechen.

Leichtgewichtige, pragmatische Vorgehensweisen wie "Crystal", "Scrum" oder "Extreme Programming" sollen einen Ausweg zeigen. Ihre Verfechter sind überzeugt (und können es anhand erster Projekten auch belegen), dass sich trotz knapper Dokumentation durch flexible, iterative Methoden hochwertige Anwendungen erstellen lassen. Neben Tools und moderner Technik (Objektorientierung, Patterns, Modellierung) fordern sie, dass Projektbeteiligte miteinander reden statt gegeneinander programmieren.

Doch die Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern dieser neuen Methoden sind erstarrt. Kritiker agiler Projekte sehen nicht, wie aus der Organisation eine ebenso agile Software-Architektur entstehen soll. Andere rechnen schlichtweg mit noch mehr Chaos im Projekt als bisher. Immerhin wird aber noch diskutiert - eine vage Chance, dass die Standish Group doch einmal Besserung meldet.