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21.02.1997 - 

SNI Schweden erhält Auszeichnung

Hohe Mitarbeiterakzeptanz bei Teleworking-Projekt

STOCKHOLM (CW) - Einen Spezialpreis überreichte König Carl Gustav von Schweden der dorti-gen Siemens-Nixdorf-Tochtergesellschaft für ihr Telearbeitskonzept "Flexlive". Im Rahmen eines EU-Wettbewerbs waren Städte eingeladen worden, innovative Projekte vorzuweisen, als deren Ergebnis moderne Informationstechnologien dem Verbraucher nützen.

Als 1994 bei der schwedischen SNI-Niederlassung ein Umzug in größere Räume anstand, waren die verantwortlichen Planer auf der Hut. In einer anderen Landesgesellschaft hatten nämlich zuvor fast 25 Prozent der Belegschaft aus persönlichen Gründen das Unternehmen verlassen: Die Anfahrtswege waren zu lang. Einen derartigen Verlust qualifizierter Mitarbeiter wollte das Unternehmen bei Verlegung der Zentrale von Stockholm nach Upplands Väsby, einem Ort 20 Kilometer nördlich der Hauptstadt, vermeiden. Die Lösung war eine völlig neue Arbeitsorganisation, die sich im Telearbeitskonzept Flexlive niederschlug.

Zur Zeit nutzen etwa 200 Angestellte - das entspricht 80 Prozent der Mitarbeiter - die neue Arbeitsform auf freiwilliger Basis. Durchschnittlich arbeiten sie zwei bis drei Tage pro Woche zu Hause oder sind bei Kunden. Die Arbeitsplätze in der Zentrale sind als sogenannte flexible Büros gestaltet. Jeder Geschäfts- oder Produktbereich hat eine eigene Fläche, die "Suite". Wer ins Büro kommt, rollt seine mobile Box an einen beliebigen freien Arbeitsplatz innerhalb seiner Suite.

Die Teilnehmer am Teleworking schließen mit dem Unternehmen einen Vertrag, in dem geregelt ist, welche Arbeit wann und wo aus der Ferne geleistet wird. Zur technischen Ausrüstung jedes Telearbeitsplatzes gehören wahlweise ein Notebook oder ein stationärer PC sowie ein Mobiltelefon und ein stationärer Telefonanschluß zu Hause, deren Gebühren Siemens-Nixdorf zahlt. Zuvor prüft das Unternehmen, ob das vorgesehene Heimbüro mit Blick auf seine allgemeine Ausstattung und aus arbeitsmedizinischer Sicht als Telearbeitsplatz geeignet ist.

Die Akzeptanz von Flexlive war laut SNI von Anfang an sehr hoch. Was zunächst für den Eigenbedarf gedacht war, hat sich inzwischen zu einer marktreifen Lösung entwickelt. So wird Flexlive bei einem schwedischen Pilotkunden sowie bei SNI in Berlin implementiert. Das Interesse weiterer Unternehmen ist groß, wie die zahlreichen Besichtigungstermine in Upplands Väsby zeigen. Demnächst will SNI Schweden ein Kompetenzzentrum für Telearbeit gründen - ein virtuelles Büro, von dem aus Teleworking-Lösungen international vermarktet werden.