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02.07.1999 - 

Umfrage: mehr Frauen online - Alter und Bildung weniger wichtig

Hohe Zugangsgebührern verärgern deutsche Internet-Nutzer besonders

MÜNCHEN (CW) - Das Hamburger Marktforschungsunternehmen Fittkau und Maaß hat seine mittlerweile achte halbjährliche "W3B"-Umfrage zur Nutzung des Internet in Deutschland abgeschlossen (www.w3b.de). Bildung und Alter spielen demnach keine entscheidende Rolle mehr. Zulegen konnten vor allem die Frauen - Call-by-Call-Anbieter erfreuen sich wachsender Beliebtheit bei den Surfern.

Mehr als 23 Prozent der Internet-Surfer waren im ersten Halbjahr 1999 weiblich, sechs Prozent mehr als noch vor sechs Monaten. Die Surferinnen sind im Durchschnitt jünger als ihre männlichen Kollegen. Dafür sind sie aber pro Woche seltener und auch weniger Stunden online als Männer. Die Internet-Nutzer mit höherem Bildungsabschluß überwiegen weniger stark als früher. Ende des Jahres 1995 hatten noch 95 Prozent der befragten Surfer das Abitur, aktuell sind es nur noch 60 Prozent. Web-Nutzer mit Hauptschulabschluß und Mittlerer Reife machen nun 36 Prozent aus - im Herbst 1995 waren es erst fünf Prozent.

Auffällig ist der Wandel bei den studentischen Nutzern des Web: Ihr Anteil ist zwischen 1995 und 1999 von 48 auf 15 Prozent zurückgegangen - die "akademischen Zeiten" des WWW sind wohl endgültig vorbei. Die jüngeren (unter 20 Jahren) und älteren (über 50 Jahre) Nutzergruppen wachsen prozentual an. Dagegen nimmt die Bedeutung der Altersgruppe der 20- bis 29jährigen ab: Sie ist seit 1995 um 28 auf heute 35 Prozent geschrumpft.

E-Commerce fährt auf der Überholspur

Hohe Provider- und vor allem Telefongebühren ärgern die deutschen WWW-Nutzer zunehmend: 29 beziehungsweise 73 Prozent der von W3B befragten User halten sie für das größte Problem. Immer mehr Surfer (13 Prozent) wählen sich inzwischen über Call-by-Call-Anbieter in das Internet ein. In diesem Bereich hat Mobilcom (40,1 Prozent) die Nase vorn vor Arcor (36,4 Prozent). Auf den Plätzen folgen Otelo, Viag Interkom und Talkline.

Das Internet dient seinen deutschsprachigen Nutzern in erster Linie als Informations- und Unterhaltungsmedium. E-Commerce spielte lange Zeit nur eine untergeordnete Rolle. Hier ist laut W3B aber eine Trendwende in Sicht: Über die Hälfte der deutschsprachigen Internet-User ist heute der Meinung, daß sich das Web "sehr gut" oder "gut" zum Einkaufen eignet; 83 Prozent wollen im nächsten halben Jahr "bestimmt" oder "vielleicht" online einkaufen. Allerdings: Noch immer haben 39,1 Prozent aller befragten Surfer niemals etwas im Internet gekauft. Fast 18 000 Surfer beteiligten sich an der Umfrage.