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23.11.2004

Hoher Investitionsbedarf schmälert SAPs Marge

Wegen notwendiger Ausgaben akzeptiert das Management ein langsameres Wachstum des Gewinns.

Die angestrebte Gewinnspanne von 30 Prozent wird der deutsche Softwareanbieter SAP voraussichtlich später erwirtschaften als ursprünglich geplant. Bisher war dafür das Jahr 2006 vorgesehen. Der Ehrgeiz, dies zu schaffen, sei weiterhin vorhanden, beteuerte Finanzchef Werner Brandt jüngst auf einer Investorenkonferenz in Barcelona. Möglicherweise werde SAP dafür jedoch ein zusätzliches Jahr benötigen. Für 2004 haben sich die Softwerker aus dem Badischen eine Rendite von 28 Prozent vorgenommen. 2003 lag sie bei 27 Prozent.

Als Grund für die mögliche Verzögerung nannte Brandt einen erhöhten Investitionsbedarf für die Bereiche Softwareentwicklung sowie Marketing und Vertrieb. Diese Aufwendungen seien notwendig, um Marktanteile zu gewinnen und damit ein stärkeres Umsatzwachstum zu erreichen, unterstützt SAP-Chef Henning Kagermann seinen Finanzverantwortlichen. Dafür könne er in Kauf nehmen, dass sich das Margenwachstum langsamer entwickle als geplant. Kagermann strebt für die kommenden Jahre bei den Einnahmen zweistellige Zuwachsraten an.

Brandt räumt ein, dass auf SAP in den nächsten Jahren hohe Entwicklungsaufwendungen zukommen. So soll bis 2007 das gesamte Softwareportfolio auf die Service-orientierte "Enterprise Services Architecture" (ESA) umgestellt werden. Parallel will SAP die ESA zugrunde liegende Integrationsplattform "Netweaver" weiterentwickeln. So planen die Walldorfer zusätzliche Business-Intelligence-Funktionen, um die mit IBM- und Microsoft-Middleware konkurrierende Plattform zu stärken.

Außerdem will SAP seine Präsenz in bestimmten Industrien und Märkten ausbauen. Nachholbedarf gebe es Brandt zufolge im öffentlichen Sektor, bei den Finanzdienstleistern und den Einzelhändlern. Als aussichtsreiche Märkte haben die Strategen aus Walldorf Russland, China und Indien ausgemacht. So kündigte SAP an, seine Kapazitäten im indischen Bangalore weiter aufzustocken. Die Zahl der dort tätigen Entwickle wurde im laufenden Jahr auf 1500 verdoppelt. Zudem sollen künftig auch kundenspezifische Softwareanpassungen und Hosting-Dienste vom indischen Subkontinent aus gesteuert werden. (ba)