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01.07.1994

Hoher Zuwachs bei PC-Software Wachstumskurve der Datev flacht im Geschaeftsjahr 1993 leicht ab

NUERNBERG (hp) - Ein langsameres Wachstum praegte das Geschaeftsjahr 1993 der Datev eG Der Umsatz expandierte um 10,3 Prozent, waehrend er im Jahr zuvor noch um 14,1 Prozent zugenommen hatte. Ueberproportional stiegen die Einnahmen mit PC-Software, waehrend das Umsatzplus aus Rechenzentrumsleistungen unter dem Gesamtwachstum lag.

Im Fiskaljahr 1993 hat die Datev eG mit einem Umsatz von 933,3 Millionen Mark ihre eigenen Prognosen um drei Millionen uebertroffen. Das Betriebsergebnis wuchs um 23 Prozent auf 105,8 Millionen Mark. Durch die hohe Rueckverguetung von 51,3 Millionen Mark (Vorjahr 25,4 Millionen Mark) sank der Jahresueberschuss im Vergleich zum Jahr zuvor von 21,6 Millionen auf 17,8 Millionen Mark.

Das hoechste Umsatzplus verzeichnet der Bereich PC-Programme, der, gemessen am Vorjahr, um 18 Prozent anstieg. Dieser Zuwachs ist laut Datev erzielt worden, obwohl einige Preise gesenkt wurden.

Auch das Wachstum bei der Systemberatung und den Schulungen liegt laut Datev ueber dem gesamten Umsatzplus von 10,3 Prozent. Mit einer Steigerung um rund acht Prozent schnitt das Rechenzentrum schlechter ab. Dieser klassische Servicebereich der Datev bildet mit einem Umsatzanteil von "ueber der Haelfte" immer noch das Standbein der Genossenschaft, wie deren Vorstandsvorsitzender Heinz Sebiger betont. Genauere Angaben hierzu wollte der Chef der Genossenschaft nicht machen.

An diesen Zahlen lasse sich das DV-Verhalten der Steuerberater ablesen. Sie tendierten in stark wachsendem Mass zu PC-Loesungen, was die Datev mit neuen Aufgaben konfrontiere. Die Kanzleien braeuchten mehr Beratung bei Datensicherheits- und Kompatibilitaetsproblemen und mehr Schulung.

Diese Tendenzen veraendern auch die Rolle des Rechenzentrums, erklaerte der stellvertretende Vorsitzende Dieter Kempf. "Im Rechenzentrum wird weniger gerechnet. Dafuer dient es mehr als Kommunikations-, Daten- und Logistikzentrum." Integriert in dieses Konzept, gibt er den Mainframes Zukunftschancen, "was aber nicht unbedingt heisst, dass sie unter MVS laufen muessen".

Das zehnprozentige Wachstum wird sich fuer das laufende Geschaeftsjahr nicht halten lassen, lautet die Prognose des Finanzchefs und Vorstandsmitglieds Juergen Hiller. Er rechnet mit einer Umsatzsteigerung von rund sechs Prozent, was die Genossenschaft mit 989 Millionen Mark knapp unter die Milliardengrenze fuehren wuerde. Der Ertrag werde 1994 in aehnlichen Groessenordungen liegen wie im Vorjahr.