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30.10.1987 - 

Gemeinsamkeit macht stark:

Holland auf Expansionskurs

MÜNCHEN (CW) - Nicht alle Produkte, die aus Holland kommen, sind Blumen oder Käse. Auch die dortige DV-Industrie engagiert sich immer stärker auf dem deutschen Markt. So war dieses Jahr der niederländische Gemeinschaftsstand mit insgesamt 17 Unternehmen, verteilt auf 600 Quadratmetern, auf der Systems vertreten. Ein starker Aufschwung gegenüber 1985: Damals nahmen nur drei Firmen an der Münchener DV-Messe teil.

Zweck des Gemeinschaftsstands war, auch solchen DV-Herstellern, die sich keinen eigenen Stand leisten können, eine Messe-Teilnahme zu ermöglichen und so ihre Produkte außerhalb der Niederlande vorzustellen. "Ein besonderer Reiz für die gemeinsame Präsentation sind natürlich die Subventionen der Niederländischen Regierung, erklärte Cees P. Ruigrok, Managing Director der Dutch Exporters of Computers Services and Products (DECS). Diese Organisation wurde vor zwei Jahren gegründet und übernimmt seitdem die Marketing-Aktivitäten im Ausland.

Einen weiteren Vorteil sieht Ruigrok darin, daß unbekanntere Firmen auf einem Gemeinschaftsstand im Messerummel nicht so leicht untergehen. Schließlich sollen auch Vertriebsabkommen mit deutschen Unternehmen geschlossen werden. Außerdem will der Verband mit seinen Produkten Großkunden ansprechen. An den Computerfreaks, den "potentiellen Kunden von morgen", ist hier niemand interessiert. Dieses Geschäft überlassen die Holländer gerne anderen DV-Herstellern.

Aber nicht nur die eigenen Produkte wurden auf der Systems ausgestellt. "Amerikanische Unternehmen wenden sich oft an holländische Firmen, um von dort aus den europäischen Vertrieb aufzubauen. Wenn sie dann groß genug sind, gründen sie natürlich ihre eigene Niederlassungen - wie vor Jahren Ashton-Tate und jetzt Emerald", so Ruigrok. Das letzte Mal auf dem Partnerstand vertreten war auch der niederländische PC-Hersteller Tulip; er wird schon zur Hannover-Messe CeBIT 88 seine Produkte auf einem eigenen Stand präsentieren.

Das kleine Land aus dem Norden ist flexibel, muß es auch sein, um von der restlichen Konkurrenz nicht unterdrückt zu werden. "Wir Holländer sind Händler, wir sind die Chinesen von Europa", witzelt Ruigrok.