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11.05.2001 - 

500000 kostenlose WAP-Geräte

Hollands Postbank verteilt Handys

AMSTERDAM (IDG) - Die Postbank NV, Hollands größter Finanzdienstleister, plant ein neues Werbekonzept für sein frisch eingeführtes WAP-Angebot. Gemeinsam mit dem Mobilfunkbetreiber Telfort Holding will sie Prepaid-Handys mit vorinstallierter Banking-Software verschenken.

Um ihre Kunden auf den Geschmack zu bringen, beabsichtigt die Postbank, im Zeitraum vom 21. Mai bis zum 18. Juni 500000 Mobiltelefone zu verteilen. Als einzige Gegenleistung muss der Besitzer 1000 Gulden, also etwa 900 Mark, auf ein Sparkonto einzahlen. Dann ist er etwa in der Lage, so ein Szenario, mit Freunden oder Kollegen die Restaurantrechnung bequem zu teilen, indem er kurz sein WAP-Handy zückt und seinen Betrag auf das Konto des Tischpartners überweist. In einer anderen Vision sieht die Postbank, wie ihr Kunde im Zug sitzt und mit seinem neuen Handy den Kontostand überprüft, die Stromrechnung bezahlt oder gar aus lauter Langeweile etwas Telebanking betreibt, anstatt etwa seine Frau anzurufen.

Ob es dem Finanzdienstleister allerdings gelingt, seinen Kunden das WAP-Banking mit dem Angebot schmackhaft zu machen, ist fraglich. Zum einen werden viele Anwender nach einer kurzen Testphase entdecken, wie langwierig und aufwändig die Wireless-Technik ist. Und spätestens wenn das Telefonguthaben nach kurzer Zeit aufgebraucht ist, kommt die Erkenntnis, dass WAP nicht nur ein zweifelhaftes und umständlich zu bedienendes, sondern auch ein kostspieliges Vergnügen ist. Der Mobilfunkbetreiber Telfort berechnet den WAP-Service auf Sekundenbasis, während der Transfer mit der Bank mit Prepaid-Karte beglichen wird. Außerdem handelt es sich bei dem Geschenk um das Vorjahresmodell "M35i" von Siemens. Obwohl mit aktuellen Features wie WAP und Bild-SMS ausgestattet, wird es von vielen Mobilfunkgesellschaften mittlerweile kostenlos im Rahmen einer Vertragsbindung angeboten. Und letztendlich dürfte vielen Teenagern das Postbank-Blau missfallen. So ist zu befürchten, dass etliche Postbank-Geräte das Schicksal vieler Prepaid-Handys erleiden und als Notruftelefon im Handschuhfach des Autos landen.