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07.07.1995

Home-User setzen neue Entwicklungen zuerst ein PC-versierte Privatanwender bringen Firmen in Zugzwang

MUENCHEN (CW/IDG) - Wer zu Hause ueber die neueste PC-Technologie verfuegt, will im Buero nicht vor Rechnern von anno dazumal sitzen. Unternehmen werden deshalb schneller neue Entwicklungen implementieren muessen.

Terminals raus, PCs rein - dieser Wechsel ist in den meisten Unternehmen vollzogen. Glauben DV-Abteilungen, damit die Anwender zufriedengestellt und der PC-Revolution ein Ende bereitet zu haben, liegen sie allerdings falsch. Der Druck seitens der Anwender wird eher noch groesser, nimmt man die Analysten von IDC Kanada beim Wort. Sie prognostizieren, dass der Home-Markt die PC- Landschaft in den Unternehmen staerker als bisher beeinflussen wird. "In der Vergangenheit haben Anwender zu Hause technologisch die Bueroumgebung nachgebildet. Es ist wahrscheinlich, dass sich dieser Technologiefluss in Zukunft umkehrt", erklaert Michael O'Neil, Vice-President fuer Consulting Services bei IDC Kanada.

Die Zahl der Haushalte mit PCs wird weiterhin kraeftig steigen. IDC rechnet, dass bis zum Jahr 2000 in 80 Prozent aller kanadischen Haushalte ein PC steht. Getrieben wird die Nachfrage unter anderem durch die multimedialen Faehigkeiten der Rechner sowie der Popularitaet des Internet. "Entwicklungen wie Multimedia dringen in die Unternehmen ebenso ein wie in den Heimbereich, weil jeder die Features nutzen will", bemerkt Ray Lancashire, Marcom-Manager bei der Dell Computer Corp.

Nach der US-Studie National Survey of Hardware Ownership, die vierteljaehrlich durchgefuehrt wird, griffen im Mai dieses Jahres ueber zwei Millionen US-Haushalte auf das World Wide Web zu. Das sind 50 Prozent mehr als im Januar 1995, so die New Yorker Marktforschungsfirma NPD Group Inc., Port Washington, die die Ergebnisse veroeffentlicht. Im April waren fuenf Millionen Haushalte online, so die Analysten.

Damit nutzt allerdings erst ein Drittel aller Modembesitzer in den USA einen Online-Service, weshalb die Auguren dem Markt noch weiteres Wachstum vorhersagen. Vor allem die Kinder, die Berufstaetigen von morgen, stehen dem Computer aufgeschlossen gegenueber. 13,7 Millionen junge US-Buerger haben laut Forrester Research Zugang zu einem Home-PC, 3,1 Millionen nutzen einen Online-Service und surfen im World Wide Web. Im Jahr 2000 werden es den Analysten zufolge 30,4 Millionen Computernutzer unter 18 Jahre sein. Knapp die Haelfte davon wird nach Einschaetzung der Marktforscher auf Online-Services und das WWW zugreifen.

Die privaten Anwender sind heute die ersten, die neue Entwicklungen ausprobieren. "Dort kommen Pentium und CD-ROM als erstes zum Einsatz. Bis Unternehmen diese Technologien aufgreifen, dauert es laenger", beobachtet Thomas Ward, Director fuer Channel Sales und Marketing bei der AST Canada Inc. Branchenkenner halten es allerdings fuer unwahrscheinlich, dass Anbieter in bezug auf neue PC-Technologien primaer den Heimsektor betrachten. Eher sei anzunehmen, dass PCs fuer den Hausgebrauch und fuer Unternehmen zwei unterschiedliche Produkte bleiben werden, die sich in einigen Bereichen ueberlappen, meint Ward. Dem pflichtet auch Mauren Mottonen, Vice-President bei IDC Kanada bei: "Consumer und Unternehmen sind separate Kaeuferschichten. Man muss deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Blick haben". Beide Gruppen stellen andere Anforderungen an ein System. So spielen Erweiterbarkeit und Flexibilitaet eines Geraets vor allem in Firmen eine grosse Rolle. Wer sich den PCs fuer zu Hause kaufe, lege laut Ward mehr Wert auf einen niedrigen Preis sowie auf leichte Bedienbarkeit und Installation.