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07.10.1983 - 

Das Weihnachtsgeschäft wirft seine Schatten voraus:

Homecomputer als Geschenk unterm Christbaum

NEW YORK (VWD) - Bereits jetzt glauben einige Wall-Street-Analytiker zu wissen, welche Homecomputerhersteller das Rennen um das lukrative Weihnachtsgeschäft machen werden. Einige Beobachter sind der Ansicht, IBM und Coleco könnten ihre Favoritenposition nicht im ursprünglich vermuteten Ausmaß behaupten.

In der Wall Street besteht offenbar Grund zu der Annahme, IBM werde das neue System "Peanut" nicht mehr in diesem Jahr auf den Markt bringen. Auch Coleco, deren "Adam" bereits Gegenstand von Spekulationen der Aktienbroker war, dürfte die für 1983 angekündigten Produktionszahlen kaum realisieren können. Falls diese beiden Angaben zutreffen, bedeutet dies, andere Anbieter könnten einen größeren Anteil vom Weihnachtsgeschäft für sich verbuchen, als ursprünglich angenommen. Wer sich schließlich tatsächlich in diesem jahreszeitlich bedingten Run behaupten kann, dürfte auch mittelfristig die erste Geige im Homecomputergeschäft spielen.

Chris Kirby von Sanford C. Bernstein and Co. geht davon aus, der Absatz von Homecomputern werde 1983 ein Volumen von 5,5 Millionen Einheiten erreichen. Ein Drittel davon dürfte im vierten Quartal verkauft werden. Für 1984 rechnet Frau Kirby mit einem Gesamtabsatz von acht Millionen Einheiten.

Lange Zeit war der IBM-Peanut in den Augen von Beobachtern aus Industrie und Finanzwirtschaft als der große Renner im diesjährigen Weihnachtsgeschäft eingeschätzt worden. Als Ulric Weil von Morgan Stanley jetzt prognostizierte, die "Erdnuß" werde wohl nicht mehr in diesem Jahr vorgestellt, geschweige denn auf den Markt gebracht, schwieg IBM dazu genauso wie zu der von anderer Seite gemachten Markteinführung im Oktober. Bisher hat der Konzern nicht einmal zugegeben, daß ein solches Produkt im Entwicklungsstadium ist, obwohl Zulieferanten erklärten, sie seien dabei, Teile dafür zu fertigen.

Nach Ansicht Weils könnte die Verzögerung des Peanut die kurzfristigen Aussichten für Apple verbessern. Die Verzögerung des IBM-Produkts sei jedoch mit dem guten Verkauf des teureren Personal Computers begründet. Auch Harry Edelson von First Boston meint, IBM liege mit dem vorhandenen PC so gut am Markt, daß bisher keine Notwendigkeit bestehe, mit einem neuen Produkt in einen viel stärker umkämpften Markt zu gehen.