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01.09.1989

Hornberger Schützen

Kaum zu glauben, aber der reale Alptraum um Prime und MAI ist vorbei. Anwender und Mitarbeiter beider Minicomputer-Hersteller reiben sich schlaftrunken die Augen - und blicken auf ein Schlachtfeld. Einen Sieger haben die endlosen Grabenkämpfe nicht hervorgebracht; in Natick und Tustin leckt man sich die Wunden. Für MAI-Chairman Bennett LeBow rächt es sich nun, daß er den Zeitpunkt verpaßte, aufzuhören: Er entwertete durch das Gefecht seine Basic-Four-Mitgift, und der erhoffte Profit aus dem Prime-Ausverkauf blieb Illusion.

Auch für die Aktionäre hat sich das Warten nicht rentiert. Hätten sie beim ersten LeBow-Angebot zugegriffen, wären sie auch nicht schlechter davongekommen als mit der endgültigen Offerte des Venture-Capital-Hauses Whitney, denn Bargeld lacht nur für einen Teil des angebotenen Betrags.

Das Absurde am Ausgang der Fortsetzungsstory ist, daß niemand einen Vorteil ziehen konnte. Primes Mitarbeiter, die treu gegen die Übernahme gekämpft haben, sind vor blauen Briefen nicht sicher, Anwender bangen um den Support für die weniger gängigen Produkte, und die Business-Basic-Firma hat einen immensen Imageverlust zu verkraften. Man sollte mit den VBs von Prime und MAI gnädig sein: Die Frage, was dieses Homberger Schützenfest nun

sollte, können sie sicher nicht mehr hören.