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25.10.1996 - 

Zeitpunkt für Ausmusterung noch nicht gekommen

Hosts verschlingen Großteil der IT-Budgets

Rund 60 Prozent der von BEA kontaktierten Manager gaben an, mehr als drei Viertel aller betriebskritischen Applikationen auf Mainframes laufen zu lassen. Bei weiteren 20 Prozent der Unternehmen ist immerhin noch über die Hälfte der für den Geschäftsbetrieb notwendigen Software auf Großrechnern im Einsatz. Als wichtigste Anwendungen nannten etwa 80 Prozent der DV-Leiter die Transaktionsverarbeitung und das Finanzwesen. Etwa bei der Hälfte aller Befragten werden das Personalwesen und das Data-Warehousing auf dem Host abgewickelt.

Ein bemerkenswertes Ergebnis der Umfrage ist laut BEA der Umstand, daß nur ein Drittel der Betriebe die Rechnerriesen für Kundeninformationssysteme oder für Produktionsaufgaben einsetzt - im Bereich Vertrieb und Marketing zählte man sogar nur zehn Prozent. Offenbar sind die Maschinen für diese Anwendungsgebiete nicht flexibel genug, so die Interpretation.

Parallelen zwischen der BEA-Studie und den Prognosen anderer Marktforschungsinstitute gibt es auch hinsichtlich der Mainframe-Perspektiven. Während über 90 Prozent der Umfrageteilnehmer davon überzeugt sind, daß die Aufwendungen für die Monolithen "irgendwann in der Zukunft" auf Null absacken werden, rechnen doch immerhin noch 60 Prozent mit einer steigenden Nachfrage nach Mainframe-Rechenleistung in den nächsten Jahren.

Trotzdem will mehr als die Hälfte der Auskunftgeber die finanziellen Aufwendungen für die Jumbos in den kommenden fünf Jahren reduzieren - zumal schon jetzt rund 80 Prozent des dafür vorgesehenen Budgets in die Wartung und Erweiterung bestehender Anwendungen fließen.

Im Hinblick auf den Middleware-Markt empfiehlt BEA für die Zukunft, den Großrechner möglichst nahtlos in verteilte DV-Umgebungen einzubinden. Datensicherung wie Resource Access Control Facility (RACF) sollten nur noch für die tatsächlich wichtigsten Informationen eingesetzt werden, ansonsten sei ein durchgängiger Zugriff von C/S-Systemen auf Mainframe-Daten ratsam. Auch das althergebrachte Zwischenschalten von Front-end-Kommunikationsprozessoren sollte spätestens bis zum Ende dieses Jahrzehnts abgeschafft sein.

Bei diesen Bemühungen kommt es jedoch nicht selten zu Engpässen in den DV-Abteilungen. Gerade die Herausforderungen des Internet- und Intranet-Computings beanspruchen die personellen und finanziellen Ressourcen in einem Ausmaß, daß kaum noch Luft für die Bearbeitung laufender Mainframe-Anwendungen vorhanden ist, resümiert BEA-Chef Manfred Metzger.