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26.10.1979

Hotelprogramm auf Kienzle 2200: Full zu jeder Jahreszeit

SCHLADMING (pi) - Das Instrument, aus einer müden Nachsaison "Indonesische Wochen" mit entsprechendem Publikum zu machen, hat Peter Travniczek, Direktor des Sporthotels Royer in Schladming, in Händen. Natürlich einen Computer. Auf Knopfdruck kann er mit einem persönlichen Brief eine bestimmte Auswahl seiner Gäste dazu einladen. Andere Programme unterstützen ihn und seine Leute bei der Auswahl von Rezepten, bei der Kalkulation von Pauschalen, eines passenden Entertainments etc.

Auf einer Kienzle 2200 mit Magnetkonto und Floppy Disk lauft dieses von

Kienzle-Organisatoren zusammen mit Travniczek erarbeitete Programm, das eine weite Palette von Auswertungsmöglichkeiten umfaßt, zum Beispiel Hotelgästeabrechnung, Extraverbuchung, Reisebüroverrechnung, Restantenbuchhaltung, Nationalitätenstatistik, Lagerbuchhaltung, Rezepturauflösung, Lohnund Gehaltsabrechnung und Erlösabrechnung. Eine Besonderheit bietet die marketinggerechte Gästekartei, die nach den verschiedensten Gesichtspunkten auf Briefen oder Etiketten ausgedruckt werden kann und dem Hotelier die Möglichkeit bietet, schnell und ohne großen Arbeitsaufwand Schwerpunktaktionen oder Serviceleistungen gezielt seinen Gästen anzubieten.

Die Speicherkapazität der Diskettenlaufwerke ermöglicht die Aufnahme der Zimmerdatei mit allen Belastungen, der Gast findet deshalb bei seiner Abreise automatisch auch alle Detailrechnungsbeträge auf seiner Gesamtabrechnung. Diverse Auskunftsmöglichkeiten über ein Zeilendisplay machen das System für die Benutzer besonders attraktiv und für den Hotelgast ebenfalls sehr nützlich Kienzle betont, daß man auf die Sicherheit des Systems gegen manipulierte Eingriffe viel Wert gelegt habe.

Vier Hauptbereiche sind in dem Programm zusammengefaßt:

Hotelabrechnung

Bei der Ankunft des Gastes werden Name, Adresse, Nationen-Kennziffer Telefonzählerstand, das Reisebüro (Beschaffer oder Vermittler), das voraussichtliche Abreisedatum und die Arrangement-Zusammenstellung via Zimmerdatei erfaßt. Gleichzeitig werden zwei abtrennbare Allongen mit Namen und Anschrift für die Zimmerspiegel bedruckt.

Die Daten für die Faktura ergeben sich einerseits durch die tägliche Belastung des Arrangements in einem automatischen Ablauf, wobei diese Werte gleichzeitig in die Nationenstatistik, die Erlösdatei und die Reisebürodatei einfließen.

Die Zusammenstellung der Arrangements ist für den Hotelier variabel, sodaß zum Beispiel verschiedene Preisgruppen, Garagenplatz oder auch die Miete von TV-Geräten berücksichtigt werden kann. Tatsächlich anfallende Extras, Buchungen, die die Kassa betreffen (Barauszahlungen, Portierauslagen) werden in fortlaufender Numerierung mit erstelltem Kassabeleg erfaßt. Auch Anzahlungen können direkt vom Anzahlungskonto in die Zimmerdatei übernommen werden, in die via Zimmerauskunft jederzeit Einsicht genommen werden kann.

Bei Abreise des Gastes kann nach Abruf der Zimmernummer und eintasten des Telefonzählerendstandes die Rechnung automatisch erstellt werden. Arrangements, die mit einem Besorger verrechnet werden, sind betragsmäßig nicht ausgewiesen. Neben der Einzelrechnung sind Sammelrechnungen oder Fakturen über einzelne Extras möglich. Der am Display vor Ausdruck angezeigte Rechnungsempfänger kann ebenfalls geändert werden. Nach Rechnungsprüfung können noch eventuell sich ergebende Korrekturen oder Nachtragsbuchungen durchgeführt und automatisch eine neue Rechnung erstellt werden. Ist in der Zimmerdatei ein Vermittler vermerkt, wird automatisch die Provisionsgutschrift durchgeführt.

Arrangements mit einem Besorger können nach Zimmernummern geordnet an das Reisebüro fakturiert werden.

Nach der Ausbuchung des Zahlungsbetrages werden die Gästedaten in der Zimmerdatei gelöscht. Unbare Zahlungsbuchungen wie Creditcards werden auf Konten umgebucht und bei Bezahlung auf den Restantenkonten entlastet.

Durch Aufteilung der Speisen und Getränke sowie der Zimmergäste und Passanten in die einzelnen Erlösgruppen unter Berücksichtigung der Steuern kann eine vollständige Erlösstatistik geführt werden.

Informationen wie Gästelisten, Listung der nicht fakturierten Zimmer Nationen- und Nächtigungsstatistik Reisebürostatistik und Erlösstatistik sind jederzeit abrufbar.

Als Tagesabschluß wird ein Summenblatt erstellt, das Abstimmnummern für: den Hotelgästebereich, Restantenbereich und für die Erlöse enthält.

Die Adressenverarbeitung bietet die Möglichkeit, jede Art von werblichen Aktivitäten (Aussendung von Weihnachtskarten oder Geburtstagsgrüßen, Ankündigungen von speziellen Veranstaltungen, zum Beispiel kulinarische / Wochen) gezielt nach verschiedensten Auswahlkriterien den Gästen anzubieten.

Jede Adresse wird mit Daten wie Nationalität, Beruf, Anrede, Telefon, Firmenname, Geburtsdatum, Name, Anzahl und Geburtsdatum der Kinder, Datum der letzten 3 Aufenthalte und 20 weitere variable Auswahlkriterien gespeichert nach denen sortiert werden kann. Zur Auswahl für Briefe oder Etiketten können beliebig viele Kriterien verknüpft werden.

Beim Einkauf der Waren werden diese nach Rohstoffnummern erfaßt, ebenso wie Bewegungen zwischen mehreren innerbetrieblichen Lagern. Die Abbuchung vom Lager für die produzierten Artikel erfolgt mit Hilfe des Rezepturverfahrens, wobei jede Verkaufsmeldung eine automatische Entlastung der pro Verkaufsartikel einmal festgelegten Rezepturmengen bewirkt. Küchen- und Kellerbestände können exakt kontrolliert werden, da auch Mixgetränke und Gläser entsprechend rezeptiert werden. Aus diesen Werten ergibt sich einerseits t eine Verkaufsstatistik mit Berechnung des Rohertrages, andererseits eine Gesamteinkaufsstatistik mit den Warenzugängen, gegenübergestellt dem kalkulierten Einkaufspreis und dem errechneten Durchschnittseinkaufspreis. In einer eigenen Lagerstatistik wird sortiert der Lagerbestand fortgeschrieben, um bei der Inventur dem tatsächlichen Lagerbestand gegenübergestellt zu werden.

Neben dem üblichen Lohn- und Gehaltsabrechnungsprogramm kann das Service einzeln mit dem Verkauf belastet, werden.