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01.08.1997 - 

Spekulationen um die Zukunft von Openview

HP-Bekenntnis hinterläßt bitteren Nachgeschmack

Anlaß des HP-Auftritts auf der CA-World war die Ankündigung, künftig alle HP-Unix-Server mit vorinstalliertem Unicenter-Framework auszuliefern. Eine Vereinbarung, auch die Intel-basierten Windows-NT-Rechner mit Teilen der CA-Plattform auszustatten, wurde zwar noch nicht abgeschlossen, doch die Partner haben entsprechende Pläne bereits in den Schubladen liegen.

"Die Entscheidung, die HP-Server mit dem CA-Framework zu bündeln, ist nicht überraschend, lediglich der Zeitpunkt und die Deutlichkeit", wundert sich Andreas Zilch, Research Director bei der Meta Group in München, über den HP-Auftritt. Warum HP gerade jetzt die CA-Initiative unterstützt, das Unicenter-Framework vom Vollprodukt abzukoppeln und auf den Produkten verschiedener Server-Hersteller standardmäßig zu installieren, ist für den Fachmann ein Rätsel. "Eigentlich wird Openview derzeit sehr offensiv von HP vermarktet", lautet seine Einschätzung, die von der deutschen Niederlassung in Böblingen genährt wird (siehe CW Nr. 30 vom 25. Juli 1997, Seite 1: "HP gibt Unicenter den Vorzug vor Openview").

Allen Beteuerungen der hiesigen HP-Dependance zum Trotz, die Openview-Ressourcen künftig auszuweiten, bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Der Verdacht, die HP-Management-Plattform werde langsam auf das Abstellgleis geschoben, liegt nahe. "Je nach dem geschäftlichen Erfolg der CA-Kooperation wird HP in den nächsten 24 Monate überlegen müssen, ob sie Openview weiterhin vermarkten will," vermutet Zilch. Aktuellen Handlungsbedarf für Openview-Kunden sieht er zwar nicht, nur Neukunden sollten sich einen Schritt zu Openview genau überlegen. Das starke Bekenntnis der HP-Führungsspitze müßte die Anwender zumindest nachdenklich stimmen.

"Das war sicherlich kein gutes Marketing für Openview", reagierte Joachim Beyer, Leiter des Referats DV- und Netzwerkbetrieb bei der Hannover Rückversicherungs AG auf den HP-Auftritt. Es sei jedoch völlig undenkbar, daß HP eine derart stark verbreitete Plattform aufgeben werde, weist der Openview-Anwender alle Spekulationen gelassen zurück. "Allerdings", so räumt er ein, "macht man sich als Anwender über einen solchen Auftritt schon seine Gedanken.