Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

In Zukunft "normales" Wachstum:

HP blickt auf ein Rekordjahr zurück

22.03.1985

BÖBLINGEN (ru) - Das größte Geschenk machte sich die Hewlett-Packard GmbH (HP) in Böblingen zu ihrem 25jährigen Jubiläum selber; "1984 war", so interpretierte HP-Boß Eberhard Knoblauch die Zahlen, "ein aüßergewöhnlich gutes Geschäftsjahr." Der Umsatz nahm um 42 Prozent, der Gewinn um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.

Mit diesem Ergebnis unterstreicht die deutsche Tochter der amerikanischen Hewlett Packard in Palo Alto ihre Stellung auf dem deutschen Markt. In absoluten Zahlen: Den Umsatz steigerte HP um 623 Millionen Mark auf 2,118 Milliarden Mark. An diesem Plus waren Knoblauch zufolge alle Unternehmensbereiche beteiligt. Auch der Mikrocomputersektor sei deutlich gewachsen.

Der Gewinn beläuft sich auf 128 Millionen Mark. Sein gegenüber dem Umsatz geringeres Wachstum begründet HP mit dem Dollarhöhenflug und den hohen Investitionen von 180 Millionen Mark in 1984.

Mit der Fertigstellung diverser neuer Werke hat HP im abgelaufenen Geschäftsjahr 700 neue Arbeitsplätze geschaffen. Um dem angespannten Lehrstellenmarkt zu begegnen, führten die Böblinger einen Ausbildungsgang als Energieanlagen-Elektroniker ein.

Mit Genugtuung verwies Fischer auf die Eigenkapital-Rentabilität, die seit Jahren bei über 30 Prozent liege. Das Stammkapital wurde zuletzt Anfang des Geschäftsjahres 1984/85 um 80 Millionen auf 457 Millionen Mark erhöht.

Bei aller Freude am Wachstum wissen auch die Rechner in der Böblinger Zentrale, daß sich dieser Sprung von 1984 nur schwer wiederholen läßt. So läßt Knoblauch keinen Zweifel: "1984 ist alles gutgegangen, künftig aber wird das nicht mehr so sein." In den kommenden Jahren werde man wieder mit einem "normalen" Umsatzplus rechnen. Dies bedeutet einen Zuwachs von 20 bis 25 Prozent.

Doch mit gebremstem Schaum soll es weiter bergaufgehen. So werden das Werk in Waldbronn um 8000 Quadratmeter und die Vertriebsstützpunkte in Hamburg und München erweitert. Ferner ist vorgesehen, die Produktionsstätten in Böblingen um 25 000 bis 30 000 Quadratmeter zu vergrößern. "Wir planen obendrein, eine Cafeteria und Ablageräume zu bauen, damit wir alles sauber beieinander haben", erklärte Knoblauch mit schwäbischem Ordnungssinn.

Obgleich er Preiserhöhungen nicht möge, so der HP-Vorsitzende der Geschäftsführung, komme das Unternehmen in diesem Jahr nicht um sie herum. Zum 15. April plant das Unternehmen Preisanhebungen um durchschnittlich sieben bis acht Prozent.