Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

18.06.2004 - 

Breakeven bei Softwaresparte erst 2005

HP-Chefin Fiorina attackiert IBM und Dell

MÜNCHEN (CW) - Mit einer ehrgeizigen Gewinnprognose für die kommenden drei Jahre hat Carleton Fiorina, CEO von Hewlett-Packard (HP), vergangene Woche überrascht. Die HP-Chefin kündigte ferner an, dass sich ihre Company stärker als Herausforderer von Branchenführer IBM positionieren wolle.

"Wir werden unseren Gewinn um 20 Prozent verbessern. Sowohl in diesem Jahr als auch in den kommenden beiden Jahren", erklärte Fiorina auf einer Analystenkonferenz in San Jose. Das Unternehmen befinde sich nun da, wo es nach dem Merger im November 2002 sein wollte, so die HP-Chefin.

Fiorina attackierte in ihrer Rede deutlich wie nie zuvor den Wettbewerb. Als integrierter IT-Konzern sei HP "eindeutig der große Herausforderer von IBM", Dell verkaufe nur, was andere erfunden hätten. "Low-cost, low-tech", höhnte die HP-Chefin mit Blick auf den texanischen PC-Direktanbieter. Während Dell HP die Marktführerschaft im PC-Markt streitig macht und mit seinem margenträchtigen Vertriebsmodell den Einstieg ins Druckergeschäft quersubventioniert, kontert HP seinerseits seit Wochen mit Dumping-Preisen für PCs.

Gleichzeitig rechnen Experten damit, dass HP durch weitere Zukäufe im IT-Servicesektor sein Standing gegenüber IBM verbessern wolle. Der Konzern könne mehr als 20 Milliarden Dollar für Übernahmen flüssig machen, ohne eigene Aktien als Akquisionswährung verwenden zu müssen, heißt es in US-amerikanischen Analystenkreisen.

Einziges Sorgenkind von HP bleibt bis auf weiteres die Softwaresparte. Dort sei, wie Fiorina einräumen musste, bis Ende kommenden Jahres kein ausgeglichenes Ergebnis in Sicht. Im jüngsten Geschäftsquartal hatte diese Business Unit mit einem Umsatzplus von 23 Prozent zwar mit das stärkste Wachstum ausgewiesen, war aber unter dem Strich in den roten Zahlen geblieben. Allein im vergangenen Jahr habe HP hier 100 Millionen Dollar in Forschung und Entwicklung gesteckt, hieß es. (gh/mb)