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02.04.1999 - 

Reiner "Computerkonzern" fällt hinter Compaq zurück

HP Deutschland glänzt wieder mit einem guten Ergebnis

HANNOVER (jm) - Vor einer der größten Herausforderungen seiner Unternehmensgeschichte sieht sich Hewlett-Packard (HP). Die weltweite Aufsplittung in zwei Firmen wird laut Jörg Menno Harms etwa zwölf bis 18 Monate in Anspruch nehmen. Für die deutsche Tochter konnte der Vorsitzende der Geschäftsführung anläßlich der CeBIT einmal mehr erfreuliche Ergebnisse vorweisen.

Die Hewlett-Packard GmbH schloß das Geschäftsjahr 1998 (Ende: 31. Oktober) mit einem Umsatzanstieg von zwölf Prozent ab. Gegenüber 1997 stieg dieser von 8,029 auf 8,959 Milliarden Mark. In Europa wuchsen die Einnahmen um 18 Prozent. Das Betriebsergebnis nahm um 42 Prozent von 511 auf 725 Millionen Mark zu. Hierin enthalten ist allerdings der Verkauf der Böblinger Leiterplattenfertigung. Mit einem ähnlichen Sprung sei also im laufenden Geschäftsjahr nicht zu rechnen, so der Geschäftsführer Finanzen und Verwaltung, Rudi Speier. Der Jahresüberschuß beträgt 1998 insgesamt 433 Millionen Mark (1997: 285 Millionen Mark), was einer Steigerung um rund 52 Prozent entspricht.

HP erwirtschaftete zwei Drittel seines Umsatzes mit Computerprodukten, -systemen und -Dienstleistungen. 24 Prozent entfielen auf die Unternehmenssparte elektronische Meßgeräte, Analysetechnik inklusive Bauelemente und Medizintechnik. Dieser Unternehmensbereich soll vom Computersysteme-Sektor abgetrennt und als eigenständige, börsen- notierte Firma geführt werden. Die restlichen zehn Prozent des erzielten Umsatzes entfallen auf konzerninterne Dienstleistungen.

Harms sagte vor der Presse, auch das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres stimme optimistisch. Mit eindeutigem Wink in Richtung der rot-grünen Bundesregierung forderte er allerdings "politische Rahmenbedingungen, die verläßlich" seien. Steuerentlastungen müßten "deutlich" ausfallen.

Selbständige Druckersparte kollidiert mit Vertrieb

Daß HP sich nicht noch weiter aufsplittet und beispielsweise auch das Druckergeschäft ausgliedert, begründete Harms mit den gemeinsamen Kunden und dem darauf abgestimmten Vertrieb der verschiedenen Hardwareprodukte. Als "Spekulation" bezeichnete der deutsche HP-Chef die Annahme, der Konzern schrecke aus Imagegründen davor zurück, die Druckersparte in ein eigenes Unternehmen auszugründen.

Ohne die Meß- und Medizingerätesparte erwirtschaftet HP weltweit 1998 rund 38,5 Milliarden Dollar. Hiervon erzielt das Unternehmen nach Schätzungen von Analysten rund 50 Prozent mit dem Druckergeschäft. Das bedeutet, daß HP mit Notebooks, PCs, Intel-Servern und Unix- sowie MPE-basierten Midrange- und Hochleistungs-Servern ungefähr soviel Umsatz erbringt wie Dell Computer. Damit würde HP aber weit hinter Compaq als dem weltweit zweitgrößten Computerhersteller liegen. Klar führend ist die IBM.

Mit rund 19 Milliarden Dollar für das gesamte Computergeschäft - hierin enthalten sind alle Hardware-, Software- und Dienstleistungsaktivitäten - erzielen die Kalifornier überdies ein Ergebnis, das nur halb so groß ist wie das der verbundenen Unternehmen Compaq/Digital/Tandem.

Harms betonte weiter, das Unix-Betriebssystem Linux nehme man bei HP "sehr ernst". Man investiere kräftig in das in letzter Zeit so populär gewordene Betriebssystem. "Linux ist kein Exot, sondern im Rahmen unserer Gesamtstrategie eine Alternative zu Windows NT.