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22.02.2016 - 

Mobile World Congress 2016

HP Elite x3: HP nimmt das Surface-Phone vorweg

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Snapdragon 820, Quad-HD-AMOLED-Display, als Phablet, Notebook und Desktop (Continuum) nutzbar, wasserdicht und sturzresistent…: Mit dem Elite x3 hat HP das von Microsoft erwartete Surface Phone vorweggenommen.

Klotzen statt kleckern lautet das Motto von HP Inc. für den Wiedereinstieg in den Smartphone-Markt: Das im Rahmen des Mobile World Congress vorgestellte Windows-10-Smartphone HP Elite x3 (Codename HP Falcon) kombiniert nicht nur Phablet, Laptop und Business-PC in einem Gerät, es setzt auch neue Standards, was die Ausstattung eines echten Business-Smartphones betrifft.

Zunächst das Gerät selbst: Zu den Highend-Features des HP Elite x3 gehört unter anderem ein 6 Zoll großer AMOLED-Screen mit 2560 mal 1440 Pixel Auflösung, das mit Gorilla Glass 4 geschützt ist. Außerdem arbeitet in dem Elite x3 der neueste Snapdragon 820 mit 2,15-Ghz-Quadcore-CPU und 4GB RAM. Der interne Speicher hat eine Kapazität von 64 GB, kann aber via SD-Slot um bis zu 2TB erweitert werden.

Weitere Features sind eine "Skype-optimierte" 8-MP-Frontkamera (zusätzlich zur 16MP-Rückkamera), die auch Iriserkennung via Windows Hello unterstützt, zwei Stereolautsprecher von Bang & Olufsen und ein großer, allerdings fest verbauter 4150mAh-Akku sowie ein Fingerprint-Reader auf der Rückseite des 7,9 Millimeter dicken Device.

Last, but not least ist das Elite x3 wasser- und staubresistent nach IP67 und soll gemäß MIL-STD810-Standard Stürze aus bis zu 1,2 Metern unbeschadet überstehen. Mit 190 Gramm trägt das (Kunststoff-)Smartphone auch nicht besonders schwer auf.

Für die Nutzung als Desktop-Ersatz bietet HP eine spezielle Dock-Station an, an die Tastatur, Maus und Bildschirm angeschlossen werden. Das Desk Dock beinhaltet einen DisplayPort für den Anschluss eines externen Monitors, zwei USB-A- und USB-C-Anschlüsse sowie kabelgebundenes Ethernet.

Mit dem HP Mobile Extender - Asus und Motorola lassen grüßen - ist darüber hinaus eine Laptop-Nutzung möglich. Der Mobile Extender besteht aus einem nahezu rahmenlosen 12,5-Zoll (31,7 cm)-HD-Display und wiegt 1 kg. In beiden Fällen nutzt HP die von Microsoft entwickelte Funktion Continuum, die auch von Lumia 950 und 950 XL unterstützt wird.

Da es aktuell neben der Office-Suite nur wenige Anwendungen für Continuum gibt, stellt HP mit Workspace einen virtuellen PC auf dem Elite x3 bereit. Dieser ermöglicht nicht nur den Zugriff auf einen vom Arbeitgeber verwalteten Katalog an verschiedenen x86-Apps. Bei der Verwendung des Desk Dock und des Mobile Extenders können zudem Maus und Tastatur genutzt werden. Außerdem wird über eine Partnerschaft mit Salesforce auch die CRM-Lösung Salesforce1 bereitgestellt.

Ein Preis für das voraussichtlich ab Sommer 2016 verfügbare HP Elite x3 und dessen Zubehör wurde nicht genannt, dürfte jedoch angesichts der Ausstattung und der Ausrichtung als Notebook- und Desktop-Alternative für Business-Nutzer relativ hoch liegen. In dieser Nische ist das Elite x3 (Nomen est Omen) auch gut aufgehoben: Obwohl der Marktanteil des mobilen Windows-Betriebssystems Analysten zufolge 2015 gerade einmal bei 2,2 Prozent weltweit lag, scheinen sich derzeit viele Unternehmen für die Idee einer einheitlichen Plattform für Mobile und Desktop auf Windows-Basis zu interessieren.

Dieser Ansicht ist auch Michael Park, Vice President und General Manager Mobility, HP Inc.: "Die Erkenntnisse, die wir von unseren Kunden erhalten haben zeigen uns, dass es eine große Anzahl an Business-Kunden gibt, deren Bedarf nach Mobilität und gleichzeitiger Produktivität auf PC-Niveau nicht erfüllt wird", so Park in einem Statement. Entsprechend spiegle das Elite x3 HP’s Verständnis einer zukünftigen Computernutzung wider, nämlich ein Gerät, das alle anderen Geräte in sich vereine. Wir drücken die Daumen.