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Kompatible Tintenpatronen

HP entschuldigt sich für Firmware-Problem

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Nachdem es bei manchen HP-Tintenstrahldruckern Firmware-bedingte Probleme bei Einsatz gewisser Fremdpatronen gab, bietet der Hersteller nun für die Betroffenen ein Firmware-Update an.

Für Nutzer mancher Fremdpatronen in bestimmten HP-Tintenstrahldruckern gab es Mitte September ein böses Erwachen: Drucker, die bisher anstandslos gedruckt hatten, stellten den Betrieb komplett ein. Die Kunden sahen nur noch die Fehlermeldung "Die verwendete Patrone ist fehlerhaft …". Auch bei Resellern kam es zu Reklamationen.

Bei gewissen HP-Druckern der OfficeJet, OfficeJet Pro und OfficeJet Pro X Reihen hat die Firmware den Einsatz gewisser Fremdtintenpatronen verhindert. Ein Update soll dieses Problem nun beheben.
Bei gewissen HP-Druckern der OfficeJet, OfficeJet Pro und OfficeJet Pro X Reihen hat die Firmware den Einsatz gewisser Fremdtintenpatronen verhindert. Ein Update soll dieses Problem nun beheben.
Foto: HP

Allerdings waren nicht alle Patronen von Drittanbietern betroffen. Nur Supplies, die nicht mit dem Original-HP-Chip ausgestattet waren, verweigerten den Dienst. Vermutlich ist ein in der Firmware einprogrammiertes Verfallsdatum schuld an dem Problem. "Wir haben den Authentifikationsprozess der in ausgewählten HP Office-Tintenstrahldruckern aktualisiert, um bestmöglich den Kundenbedürfnissen nachzukommen und sie vor gefälschten und kompatiblen Tintenpatronen zu schützen, die keinen Original-HP-Security-Chip besitzen und die unser geistiges Eigentum verletzen", heißt es in einem neuen Statement des Konzerns. Nur Originalpatronen liefern laut HP die beste Druckqualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit. "Wenn Patronen geklont oder nachgemacht werden, sind die Kunden Qualitäts- und womöglich sogar Sicherheitsrisiken ausgesetzt", warnt HP. Diese würden die "Druckerfahrung" beeinträchtigen.

Firmware-Update für betroffene Kunden

Es gibt bei HP einen Prozess für die Authentifikation der Patronen. Dies sei "Standard" im Druckergeschäft. "Die aktuelle Firmware enthält ein dynamisches Sicherheits-Feature, das einige ungetestete Patronen von Drittanbietern mit geklonten Sicherheits-Chips beeinträchtigt hat, auch wenn sie zuvor funktioniert haben", erklärt der Hersteller.

HP räumt ein, dass man dies besser hätte kommunizieren können und entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten. Allerdings seien nur wenige Kunden betroffen gewesen. "Doch ein Kunde mit einer schlechten Erfahrung ist einer zu viel", gibt sich HP reumütig und betont nochmals, dass Verbrauchsmaterial von Drittanbietern mit Originalchip problemlos funktioniert.

Der Druckerhersteller kündigt nun ein Firmware-Update für die "geringe Zahl der betroffenen Kunden" an. Dieses Update soll die Sicherheitsfunktionen entfernen. Das Update soll in den kommenden zwei Wochen fertig sein.