Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Kundenbeschwerden beim Handel


21.09.2016

HP-Firmware blockiert Fremdpatronen

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Bei Händlern häufen sich die Klagen von Kunden, dass ihre HP-Drucker nach einem Firmware-Update den Einsatz von Fremdpatronen verweigern. Auch bei E-Tailer Printer Care kennt man das Problem.

Tintenpatronen von Fremdanbietern sind häufig eine kostengünstige Alternative zu teuren Original-Supplies der Druckerhersteller. Diese versuchen mit unterschiedlichen Maßnahmen, das Folgegeschäft mit Tinte und Toner zu sichern.

Auch Patronen des Herstellers Peach sind vom HP-Firmware-Update betroffen. In der Vergangenheit konnte der Anbieter sogar Testsiege mit der kompatiblen Tinte einfahren.
Auch Patronen des Herstellers Peach sind vom HP-Firmware-Update betroffen. In der Vergangenheit konnte der Anbieter sogar Testsiege mit der kompatiblen Tinte einfahren.
Foto: Peach

Nun berichtet der Drucker-Online-Shop Printer Care in seinem Blog über Nutzer, die nach einem Firmware-Update nicht mehr mit ihrer alternativen Tintenpatrone drucken können. Zahlreiche Drucker sollen seit dem 13. September von der Fehlermeldung "Die verwendete Patrone ist fehlerhaft …" betroffen sein. Auch im HP-Support-Forum berichten verärgerte Nutzer von Druckern, die wegen angeblich defekter Patronen den Druck verweigern.

Die einzige Lösung für das Problem soll die Verwendung einer älteren Version der Firmware aus dem Jahr 2014 sein. Allerdings gebe es diese Firmware nur über zahlreiche Umwege zum Download. "Technische Laien und private Nutzer dürften zudem mit der aufwendigen Installation überfordert sein", heißt es im Printer-Care-Blog.

Patronen werden zurückgenommen

Auch Printer-Care-Kunden sind von dem Problem betroffen. Der Onliner verkauft kompatible Patronen des Schweizer Herstellers Peach. "Nach Rücksprache mit dem Hersteller Peach kam heraus, dass es Erkennungsprobleme auf Grund der Firmware der Drucker gab", berichtet Printer-Care-Chef Heino Deubner. Früher hatten Printer Care auch kompatible Patronen unter eigener Marke im Portfolio. "Die habe ich aber eingestellt, da mir die Patent- und Qualitätsfragen zu unsicher und riskant sind. Wir setzen hier heute schon auf die Originalprodukte der Hersteller", erklärt er. Die nun von der Firmware-Blockade betroffenen Kunden können ihre Patronen zurückgeben und bekommen das Geld erstattet.

Printer Care vertreibt kompatible Tintenpatronen der Marke "Peach" zur Verwendung in HP-Tintenstrahldruckern.
Printer Care vertreibt kompatible Tintenpatronen der Marke "Peach" zur Verwendung in HP-Tintenstrahldruckern.

Deubner ist der Meinung, dass es auch weiterhin möglich sein sollte, kompatible Tintenpatronen einzusetzen. "Für eine alleinerziehende Mutter ist es kaum zumutbar, sehr teure Tintenpatronen kaufen zu müssen, wenn die Kinder für die Schule Ausdrucke für Recherchen aus dem Internet benötigen. Für meine Kinder muss ich relativ häufig etwas ausdrucken, was sie in der Schule benötigen", meint der Printer-Care-Chef. Allerdings äußert er auch Verständnis für die Druckerhersteller: "Ehrlich gesagt würde ich es genauso machen", gibt er zu. Bei dem demnächst an den Start gehendenden Managed-Print-Service-Konzept Printer4you.com setzt der Druckerspezialist ausschließlich auf Original-Supplies. "Hier möchten wir den Full-Service-Gedanken in den Vordergrund stellen und enger mit den Herstellern zusammen arbeiten", erläutert Deubner.

HP führt die veränderte Firmware auf Sicherheitsaspekte zurück. Man wolle die Kunden "bestmöglich" unterstützen. "Seit 2015 hat HP bei seinen HP OfficeJet, OfficeJet Pro und OfficeJet Pro X Druckern neue Features eingeführt, die die Kommunikation zwischen der Tintenpatrone und dem Drucker sichern und HPs innovatives Produktangebot sowie geistiges Eigentum schützen. Diese Drucker können mit wiederbefüllten oder wiederaufbereiteten Tintenpatronen mit einem Original HP Sicherheits-Chip betrieben werden; andere Tintenpatronen können möglicherweise nicht funktionieren. In vielen Fällen war diese Funktion bereits auf dem Drucker installiert, in manchen Fällen wurde sie im Rahmen eines Firmware-Updates installiert", heißt es in einem Statement des Druckerherstellers.

Newsletter 'Produkte & Technologien' bestellen!
 

CAD-Robert

Lieber "Hansi 55", wir werden uns hier hier doch nicht wegen ein paar dämichen Tintenpatronen oder möglichen "Gedankenspielen" klopfen und uns mit Mist bewerfen. Nee, nee, das machen wir nicht. Sollten wir uns mal auf einer Messe sehen, können wir ja mal zusammen ein Bier trinken und uns über den Druckermarkt unterhalten, oder?

Hansi55

@ Heino Deubner:
„ …. wenn die Kinder für die Schule Ausdrucke für Recherchen aus dem Internet benötigen“. Für meine Kinder muss ich relativ häufig etwas ausdrucken, was sie in der Schule benötigen", meint der Printer-Care-Chef.
------------------------------------------------
Für diese immer wieder kehrenden Aufgaben auf einen Tintenstrahldrucker zu setzen, ist die schlechtere, teurere Wahl. Hierfür kommt man mit einem Laserdrucker Modell, das im Einzelhandel bereits ab ca. 60,00 € angeboten wird, deutlich günstiger weg, was sich nicht nur auf den Seitepreis, sondern auch auf die Verbrauchskosten auswirkt.
Der Nachteil:
Die günstigen Laserdrucker sind ausschließlich Mono-Drucker. Multifunktion (Scannen, Kopieren usw.) und auch in Farbe drucken nur mit den deutlich teureren Modellen, wie sie beispielsweise im Geschäftsumfeld vorzufinden sind, und sich auch nur für diesen Einsatzzweck rechnen.
------------------------------------------------
@CAD-Robert:
TIPP: Epson ECOTANK-System. Der Drucker ist zwar teurer, aber die Tinte kostet fast nichts. Es sind vier Flaschen mit je 70ml (!!) zu je EUR 9,95 brutto. Da kommt man viele
tausend Seiten mit einer Originalfüllung.
-------------------------------------------------
Das Thema befasst sich nicht mit Tintenstrahldrucker anderer Hersteller sondern ausschließlich mit der HP Firmwarepraxis für bestimmte Tintenstrahldrucker
Modelle.
Ein Lehrer würde sagen: „Thema verfehlt – setzen – sechs“.

Zumal sich das genannte recht teure (im Elektronikmarkt ab ca. 249,00 €) Epson Modell wohl nur recht selten in privaten, auf „billigst wie möglich gepolte Haushalten“ befinden wird.

Zum anderen wäre vermutlich der Anschaffungspreis für die vom Printer-Care-Chef Heino Deubner als Beispiel genannte „alleinerziehende Mutter“ viel zu hoch.
-------------------------------------------------
@CAD-Robert:
Ein kleines "Gedankenspiel": Wie hoch wäre wohl die Strafe der US-Regierung für Volkswagen, wenn deren Autos plötzlich nur noch mit "VW-Reifen" starten würden, aber nicht mehr mit amerikanischen Good-Year Reifen?! Würden da 18.000.000.000 US-Dollar Strafe reichen? Wohl kaum.
-------------------------------------------------
Das „Gedankenspiel“ ist für die Katz. Die US-Regierung und auch andere staatliche Stellen könnten dagegen gar nicht vorgehen. Noch ist es dem Hersteller überlassen, mit welchem Reifenhersteller er eine Kooperation eingeht.
--------------------------------------------------
@ Armin Weiler:
Tintenpatronen von Fremdanbietern sind häufig eine kostengünstige Alternative zu teuren Original-Supplies der Druckerhersteller. Diese versuchen mit unterschiedlichen Maßnahmen, das Folgegeschäft mit Tinte und Toner zu sichern.
---------------------------------------------------
Was ist an der Folgegeschäftssicherung als verwerflich zu betrachten? Nichts.
Kleine Frage:
Regen sich Nutzer eines Gerätes vom Hersteller mit dem „Apfel Logo drin“ darüber auf, dass so gut wie alle brauchbaren Zusatz Apps nur kostenpflichtig zu erhalten sind? Nein.

Anders herum:
Wer zwingt die Kundschaft, sich für einen Druckerhersteller zu entscheiden, der nur den Einsatz seiner Original Supplies zulässt? Niemand.
Wer „billigst kauft“ (siehe meinen ersten Thread = Tintenstrahldrucker unter 60,00 €) und sich vor dem Kauf nicht eingehend mit den Folgekosten (Supplies Preise usw.) befasst, muss sich danach nicht wundern, wenn der zunächst augenscheinlich als „günstig“ erscheinende Anschaffungspreis sich im Nachhinein (fürs die Supplies) als „an der falschen Stelle gespart“ herausstellt.
Im Einzelhandel, werden durchaus Tintenstrahldrucker (sogar als Multifunktionsmodell) angeboten, deren kompatible Supplies für ca. 3,50 € / Stck. (zzgl. Versandkosten)
zu erhalten sind und das auch noch als XL bzw. XXXL Ausführung, sprich: mit deutlich mehr Füllmenge als die XL bzw. XXXL Ausführung der Original Supplies.

Ein bekannter Hersteller solcher Supplies, womit nicht der im Beitrag aufgeführte Hersteller gemeint ist, gibt sogar folgendes Garantieversprechen ab (Ausug):
***********************
Wir garantieren Ihnen schriftlich, dass Sie bei Verwendung unser Druckerpatronen niemals vorzeitig die Herstellergarantie Ihres Druckers und die gesetzlichen Gewährleistungsrechte verlieren oder diese auch nur gemindert werden.
************************
Auf Grund der Tatsache, dass den Kunden eine sehr große Auswahl an Druckerherstellern und Druckermodellen (für die auch kompatible Supplies angeboten werden) zur Verfügung steht, ist es eher unangebracht, sich ausschließlich über HPs Firmwarevorgehen bei einigen seiner Druckermodellen aufzuregen.

Uns tangagiert das "HP Firmwaregehabe" eh nicht. Drucker dieses Herstellers bieten wir schon lange nicht mehr an und sehen u. a. auch nicht ein, warum (je nach Hersteller und Druckermodell) unsere Kundschaft lediglich auf eine einjährige Herstellergarantie zurückgreifen soll - wir obendrein für das zweite Gewährleistungsjahr Rückstellungen bilden sollen - wenn ein anderer Hersteller (für dessen Druckermodelle wir u. a. auch kombatible Supplies im Portfolio haben) 3 Jahre gewährt.

CAD-Robert

TIPP: Epson ECOTANK-System. Der Drucker ist zwar teurer, aber die Tinte kostet fast nichts. Es sind vier Flaschen mit je 70ml (!!) zu je EUR 9,95 brutto. Da kommt man viele tausend Seiten mit einer Originalfüllung.

CAD-Robert

Ein kleines "Gedankenspiel": Wie hoch wäre wohl die Strafe der US-Regierung für Volkswagen, wenn deren Autos plötzlich nur noch mit "VW-Reifen" starten würden, aber nicht mehr mit amerikanischen Good-Year Reifen?! Würden da 18.000.000.000 US-Dollar Strafe reichen?
Wohl kaum.

Hansi55

Zitat:
Für eine alleinerziehende Mutter ist es kaum zumutbar, sehr teure Tintenpatronen kaufen zu müssen, wenn die Kinder für die Schule Ausdrucke für Recherchen aus dem Internet benötigen.
------------------------------------------------------------
Die wird sicherlich auch keinen der hochpreisigen HP-Drucker verwenden, sondern, weil es ja so günstig wie möglich sein muss, dann wohl eher eines der "Billigstmodelle wie etwa HP DeskJet 1110 mit nur 2 Tintenpatronen" für unter 50 € oder HP OfficeJet Pro 6230 mit 4 Einzelpatronen für ca. 60 €.

Für eine alleinerziehende Mutter (wobei es auch alleinerziehende Väter gibt) bedeutet das:
Wenn Tinte des HP DeskJet 1110 leer - besser einen neuen HP DeskJet 1110 kaufen, da der Anschaffungspreis für die zwei Hersteller Original Ersteinsatz Tintenpatronen (1x Black ca. 30 € / 1x Farbe = 3 Kammern, ca. 30 €) deutlich höher liegt, als der Druckerneupreis mit enthaltenen Ersteinsatz Tintenpatronen.

Wenn Tinte des HP OfficeJet Pro 6230 leer, z. Bs. Black mit Anschafffungspreis für die Hersteller Original Tintenpatrone von ca. 30 € (XL Version) und zusätzlich nur 1x Farbe mit Anschaffungspreis der Original Hersteller Tintenpatrone von ca. 17 € (XL Version) sind das bereits mehr als 50% des Druckerneupreises mit 4 Stck. Ersteinsatz Tintenpatronen.

Ab wann wird ein Auto Unfallschaden als "wirtschaftlicher Totalschaden" taxiert? Wenn die Reparaturkosten mehr als 50% des Auto Zeitwertes betragen.

Auf die Anschaffungskosten einer einzigen Hersteller Original Tintenpatronen für den HP DeskJet 1110 bezogen bedeutet das, dass der Drucker ab leerer "Ersteinsatz Tintenpatrone" eher als "wirtschaftlicher Totalschaden" zu betrachten ist.

Aber:
Wer zwingt die Kunden, sich für ein "billiges" HP Druckermodell "mit gesalzen Tintenpatronen Preisen" zu entscheiden? Niemand.

Noch handeln die anderen Tintenstrahldrucker Hersteller bei Einsatz von Fremdhersteller Tintenpartonen anders als HP - mal schauen wie lang noch.

comments powered by Disqus