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20.09.1985 - 

Hewlett-Packard beschneidet in England alle Einkommen

HP GmbH setzt auf freiwilligen Verzicht

LONDON/BÖBLINGEN (lo) - Fünf Prozent weniger verdienen ab sofort alle Beschäftigten von Hewlett-Packard in Großbritannien. Mindestens für die nächsten vier Monate gilt diese Sparmaßnahme. Hierzulande halten bereits 200 Führungskräfte eine derartige "Diät": freiwillig, wie aus Böblingen zu hören ist, und um "ein Zeichen zu setzen ".

Hewlett-Packard (HP) will weltweit Kosten einsparen, nachdem allerorten Einbußen bei Gewinnen und ein schmalerer Profit zu verzeichnen sind. Der Grund dafür liegt, so das Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von über 6 Milliarden Dollar, im stark gesunkenen Auftragsrückgang.

In Großbritannien waren zunächst die Entscheider Vorreiter beim Verzicht auf Gehaltsanteile. Verbessert sich der Auftragseingang nicht bleibt die Kürzung für alle Mitarbeiter länger als zunächst geplant bestehen. Verschlechtert sich der Auftragsbestand noch, werde man zunächst an weitere Kürzungen denken, bevor Entlassungen vorgenommen würden. Zwangsurlaub sowie befristete Firmenschließungen zählen derzeit weiterhin zum Sparprogramm der britischen HP.

Bereits ab Juli dieses Jahres fanden in den USA die Mitarbeiter von Hewlett-Packard fünf Prozent weniger Verdienst auf ihrem Lohnkonto. Einsparungen, wenn auch nicht unbedingt Lohnkürzungen, seien ebenfalls für Frankreich, das Headquarter in Genua sowie die Bundesrepublik geplant. Leitende Angestellte des deutschen Unternehmens legten sich Anfang August 1985 eine freiwillige Kürzung ihres Gehalts um fünf Prozent auf. Zugleich sollte der allgemeine Komfort für Führungskräfte eingeschränkt werden.

Während in England selbst das traditionelle kostenlose Firmenfrühstück gestrichen wurde - eine Einsparung von über 250 000 Pfund -, wird in Böblingen diese Gelegenheit zur Kommunikation "aller mit allen" bestehen bleiben. Der deutsche Zweig des Computer- und Elektronik-Produzenten setze beim Sparen nicht auf Anordnungen "von oben", sondern auf die Vernunft der Mitarbeiter.