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11.10.1991

HP hat die besten High-end-PCs IDC untersuchte Verläßlichkeit von fünf PC-Markenherstellern

MÜNCHEN (zek) - Die Verläßlichkeit von Marken-PCs in größeren Installationen und die Zufriedenheit der Anwender hat das Marktforschungsunternehmen International Data Corp. (IDC) in einer groß angelegten Studie analysiert Fazit: Trotz ähnlicher Preise die Top-end-Systeme gibt es in puncto Ausfallsicherheit große Unterschiede.

Die Rechercheure der IDC befragten für ihre "PC Reliability Study Anwender in großen US-Unternehmen, wo jeweils eine größere Anzahl von PCs der Hersteller AST, Compaq Dell HP und IBM installiert ist In der Regel haben die befragten Unternehmen 250 bis 400 Rechner im Einsatz Rund 500 Unternehmen aller wichtigen Branchen wurde in einer Fragebogenaktion befragt, für jeden einzelnen PC-Hersteller führten die IDC-Leute dann noch einmal je 100 Interviews durch. Was die PCs selbst betrifft, so wurden in die Studie mir Rechner vom 286er aufwärts einbezogen, also ATs, 386 SX-, 386 und 486-PCs.

Um ein möglichst objektives Bild von der Verläßlichkeit der PCs zu erhalten, sollten die Anwender nur Defekte angeben, die im ersten Jahr nach der Installation aufgetreten sind. Mit großem Abstand liegen hier die PC von HP auf der Zuverlässigkeitsskala vorn (siehe Grafik 1): Lediglich bei vier Prozent der Systeme traten im ersten Jahr Probleme auf. Auf Platz zwei folgt die IBM mit immerhin bereits neun Prozent. Der PC-Direktvertreiber Dell und Newcomer AST haben eine Schadensquote von 13 Prozent, während Edel-Cloner Compaq, ansonsten bekannt als Lieferant von hochwertigen PCs, mit 17 Prozent alle anderen übertrifft.

Eine genauere Analyse bietet die Betrachtung der Fehlerhäufigkeit innerhalb der einzelnen Prozessorklassen (Grafik 2) such hier bietet HP das beste Bild: Meßbare Fehler traten in fast gleicher Häufigkeit nur bei 286er, 386er und 386-SX-Systemen auf. 486-Rechner fehlen hier ganz. Bei Compaq sorgen die Systeme mit dem 386-SX Prozessor offensichtlich für die schlechte Position Bei 30 Prozent dieser Systeme traten Fehler im ersten Jahr auf, während die Quote bei den anderen Systemen zwischen sechs und 14 Prozent liegt. Ähnliches ist auch für Dell zu konstatieren. Hier sind es die 386-Systeme, die mit 22 Prozent einen überdimensional hohen Anteil an den Ausfällen haben.

Die anderen Systeme liegen bei elf beziehungsweise zwölf Prozent. 486-Rechner von Dell tauchen in der Untersuchung noch nicht auf. Im Vergleich dazu sind die Ausfallquoten bei AST und IBM relativ gleichbleibend. Häufigste Fehlerursache bei allen Herstellern waren die Festplattenlaufwerke.

In den anderen Bereichen konnte die IDC Unterschiede ermitteln. Aus der Reihe tanzen beispielsweise Compaq mit einem Fehleranteil von 15 Prozent bei den Tastaturen und Dell mit zehn Prozent bei den Speicherbauteilen.

Was die Zufriedenheit der Anwender mit ihren Rechnern betrifft führt ebenfalls HP wenn auch nur knapp. Die Zufriedenheitsrate bei allen fünf Herstellern liegt jeweils im oberen Bereich (Grafik 4). Ein überraschendes Bild zeigt hier die Gegenprobe betreffend die Unzufriedenheit: Während sich nur drei Prozent der HP- und fünf Prozent der AST - und IBM Anwender unzufrieden zeigten, äußerten sich acht Prozent der Compaq- und 15 Prozent der Dell Kunden unzufrieden mit, ihren Lieferanten. Der einzige Punkt in dem HP nicht den Spitzenplatz erreichen konnte ist der Vergleich zwischen Defekten und totalem Systemschaden. Hier führt die IBM mit nur zwei Prozent Totalausfällen gefolgt von AST mit vier Prozent, Dell mit sechs und HP mit acht Prozent. Absoluter Spitzenreiter bei den Totalschäden ist Compaq: Hier waren 27 Prozent aller Defekte im ersten Jahr Totalschäden.