Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Frohe Botschaft für die Alpha-Kundschaft

HP hat Open VMS auf Itanium portiert

14.02.2003
MÜNCHEN (CW) - Eine gute Nachricht für Anwender von Systemen mit Alpha-CPUs: Hewlett-Packard hat das Alt-Betriebssystem Open VMS auf einen 64-Bit-Itanium-Server portiert.

Ein über 25 Jahre altes Betriebssystem wird noch etliche Jahre weiterbestehen. Nach 19-monatiger Arbeit ist es HP-Ingenieuren am Open-VMS-Lab in Nashua, New Hampshire, gelungen, Open VMS auf einem Itanium-Server zu booten. Damit läuft das im Oktober 1977 mit der ersten VAX-11/780 von Digital Equipment (DEC) unter dem Namen VMS vorgestellte Betriebssystem auf der künftigen Prozessorlinie von HP. Den Anwendern von Alpha-Rechnern bleibt es erspart, nach der Migration von VMS zu Open VMS noch einmal zu wechseln.

HP hatte das Betriebssystem bei der Fusion mit Compaq, das es seinerseits 1998 beim Kauf von DEC erhielt, übernommen und seine weitere Pflege versprochen. Das schien auch geboten, um die große Anwenderschaft von Open VMS nicht zu vergrätzen. Angeblich laufen weltweit noch 400000 Server mit dem Betriebssystem, unter den Kunden sind rund 2000 Krankenhäuser. Die treue Kundschaft schätzt vor allem die Cluster-Fähigkeiten von Open VMS und seine Stabilität.

Jetzt haben die Anwender die Möglichkeit, nicht in naher Zukunft, sondern sanft auf HP-UX, Linux oder Windows für Itanium zu migrieren. HP hat das Erscheinen der letzten Generation der Alpha-CPUs für das Jahr 2004 angekündigt. Gleichzeitig sollten dann Open-VMS-Server mit zwei bis 16 Prozessoren dieses Typs vorgestellt werden, etwas später auch 32-, 64- und 128-Wege-Systeme. Demnächst wird die einstige VAX-Gemeinde Open VMS in einer gemischten Umgebung aus Alpha- und Itanium-Servern betreiben und die Migration langsam vollziehen können. HP will dafür Programmier-Tools zur Verfügung stellen.

Hewlett-Packard wird nach weiteren Arbeiten zur Anpassung von Open VMS an den Itanium im Juni dieses Jahres an wichtige Partner wie Oracle, Computer Associates, BMC und Bea Entwickler-Kits herausgeben, die diesen bei der Anpassung ihrer Anwendungen helfen sollen. Diese Firmen haben nach Angaben von HP ebenso wie 85 Prozent der unabhängigen Hersteller von Open-VMS-Programmen ihre Unterstützung für die künftige Itanium-Umgebung angekündigt. Mitte nächsten Jahres könnte dann Open VMS für Itanium offiziell auf den Markt kommen. (ls)