Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

21.07.2000 - 

Speichersysteme unter Unix und Windows NT

HP holt zum Schlag gegen EMC aus

MÜNCHEN (CW/IDG) - Für EMC, den Gipfelstürmer im Speichermarkt, wird die Luft dünner. Nach der Allianz zwischen IBM und Compaq geht nun auch Hewlett-Packard (HP) in die Offensive. Mit einer Serie neuer Produkte, darunter ein Highend-Speichersubsystem vom Partner Hitachi Data Systems, könnte HP dem Konkurrenten im Unix- und Windows-NT-Umfeld Paroli bieten.

Kernstück der HP-Offensive ist das Speichersubsystem "Surestore E Disk Array XP512" in Kombination mit einer Reihe von Softwarewerkzeugen für die Verwaltung von Speichernetzen. Das im Rahmen einer OEM-Partnerschaft von Hitachi Data Systems (HDS) bezogene System ("Lightning 9900") soll mit nahezu jeder gängigen Server-Plattform zusammenarbeiten, darunter auch Rechner unter Sun Solaris. Eigenen Angaben zufolge hat HP einige Softwarefunktionen - insbesondere für die Systemverwaltung - hinzugefügt, um sich von dem HDS-Angebot zu unterscheiden.

Das neue Storage-Flaggschiff der Kalifornier soll mit maximal 512 Festplatten eine Kapazität bis zu 24 TB bereitstellen und bis zu 32 Host-Anschlüsse besitzen. Das Disk Array unterstützt sowohl die Schnittstellen SCSI und Fibre Channel als auch die in der Mainframe-Welt verwendeten Escon-Verbindungen. Für eine Einstiegsversion veranschlagt HP ungefähr 600 000 Dollar. Ein voll ausgebautes System kann mehrere Millionen Dollar kosten.

In technischer Hinsicht bietet der Highend-Speicher durchaus einige Leckerbissen. Statt über eine Busarchitektur wird der interne Datenverkehr über einen Fibre-Channel-basierten Crossbar-Switch gesteuert. Im Vergleich zu EMCs "Symmetrix-8000"-Arrays oder IBMs "Shark"-Speichern ergebe sich ein deutlich höherer Datendurchsatz, führen die HP-Marketiers an.

Noch im vergangenen Jahr war HP ein Partner von EMC, wenn es um den Vertrieb von Speichersystemen ging. Nach wiederholten Streitigkeiten um die Bedingungen der Partnerschaft beendete HP die Zusammenarbeit und vertreibt seit 1. Juli 1999 Highend-Speicher des EMC-Konkurrenten HDS (siehe CW 26/99, Seite 5).

Neben EMC hat Hewlett-Packard auch Kunden von Sun Microsystems im Visier. Diese könnten ihren auf Sun-Systemen gesicherten Datenbestand auf großen HP-Speichern konsolidieren und dabei weiter mit Suns Solaris-Betriebssystem arbeiten, so das Versprechen. In Zusammenhang mit der Speicherung von Daten unter dem Unix-Derivat Solaris sieht HP-Manager David Scott einen potenziellen Markt im Wert von zwei Milliarden Dollar.

Erst vor wenigen Wochen hat Sun selbst ein Highend-Speichersystem ("Storedge T3") vorgestellt, das sich mit seiner modularen Bauweise bis auf eine Speicherkapazität von maximal 88 TB skalieren lassen soll (siehe CW 25/00, Seite 46).

HP kritisiert unter anderem, dass die stapelbaren Sun-Module eine kaum zu erreichende Anzahl von Fibre-Channel-Anschlüssen erfordern würden.