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17.09.1999 - 

Umsatzbeteiligung statt Verkaufen

HP investiert in Partner mit Web-basierten Services

MIAMI BEACH (IDG) - Das Angebot an elektronischen Dienstleistungen im Internet wird explodieren, davon sind die Strategen bei Hewlett-Packard überzeugt. Wie man an diesem Trend verdienen will, gab HP auf der Konferenz "E-Services World" bekannt.

Das Web hat sich noch nicht durchgängig als zusätzlicher Verkaufskanal oder Bühne für Geschäftsbeziehungen etabliert, da werden schon neue Nutzungspotentiale dieses Mediums diskutiert. Geht es nach HP, weist der nächste logische Schritt für Web-Inhalte vor allem in Richtung Dienstleistungen. Drei grundlegende Kategorien kann sich Ann Livermore, HPs CEO für Enterprise Computing, vorstellen. Neben den Business-Services etwa für Anwendungen im Rechnungswesen oder Supply-Chain-Management wird es die Computing-Services geben, über die Dienste wie Data-Mining angeboten werden. Als dritten Bereich nennt Livermore den Consumer-Markt.

Konkreter wurde die HP-Managerin auf dem Kongreß, als sie drei Partner stellvertretend für die künftigen Servicepläne präsentierte:

- Die Firma Starmedia Network etwa verspricht lateinamerikanischen Mittelständlern den Aufbau eines Web-Stores innerhalb von 24 Stunden.

- USA.Net Inc., Betreiber von zwölf Millionen Mailboxen, will sich künftig auch als E-Mail-Outsourcer einen Namen machen.

- Den Markt der Application-Service-Provider (ASP) repräsentierte E-Online, ein auf das Hosting von R/3-Applikationen spezialisiertes Unternehmen.

Diesen Partnern will HP die benötigte Soft- und Hardware inklusive Beratung zur Verfügung stellen. Entscheidend dabei ist, daß das Equipment nicht verkauft wird, sondern im Gegenzug eine Beteiligung am Umsatz vorgesehen ist.

Wie hoch die Erwartungen für dieses Geschäftsmodell sind, läßt HPs Investitionsbereitschaft erkennen. Für USA.Net sind rund 15 Millionen Dollar eingeplant, auf 25 Millionen Dollar kann aufgestockt werden. Dafür löst der Provider von Consumer- und Business-Messaging seine bisher verwendeten Sun-Server sowie EMC-Speichersysteme ab und ersetzt sie durch HP-Boxen und Subsysteme von Hitachi. Um 500000 Mailboxen will der Dienstleister pro Monat wachsen, so die für HP relevanten Prognosen.

Rund dreißig Partnerschaften dieser Art, überwiegend im ASP-Bereich, hat sich der Konzern bereits gesichert. Als nächsten großen Schritt werde man sich auf Business-Portale für einzelne Industriezweige konzentrieren, hieß es auf der Konferenz.