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16.04.2009

HP kontert Ciscos Server-Attacke

Mit dem auf Rechenzentrums-Automatisierung ausgelegten Blade-Server "Matrix" reagiert Hewlett-Packard auf eine ähnliche Architektur des Netzspezialisten.

Cisco hatte vor etwa einem Monat eine ähnlich konzipierte Architektur ("Unified Computing System") inklusive Blade-Server vorgestellt und sich damit erstmals auf das angestammte Terrain der großen Server-Bauer HP, IBM, Dell und Sun Microsystems vorgewagt. Hewlett-Packard reagiert nun seinerseits mit dem Blade-Server "Matrix".

Der Rechner kommt mit der hauseigenen System-Management-Software und ist zudem für Software von Drittanbietern ausgelegt, etwa der des Virtualisierungs-Spezialisten VMware. Ein spezielles Feature, von HP in internen Unterlagen als "Matrix Orchestration Environment" bezeichnet, soll Aufgaben wie die Planung von Rechenkapazität, Disaster Recovery und Support für Virtualisierung automatisieren.

Nach Schätzung der Marktforschungsfirma IDC werden Unternehmen in diesem Jahr rund 100 Milliarden Dollar für Software und Hardware in Rechenzentren ausgeben. Und diese Investitionen werden weiter ansteigen, wenn immer mehr Programme als Service über das Netz bezogen (SaaS) und nicht mehr auf einzelnen Rechnern installiert und lokal betrieben werden.

Ehemalige Partner werden zu Konkurrenten

Außerdem wachsen bislang separate Data-Center-Bereiche wie Rechner, Netz und Speicher zunehmend zusammen. In der Folge bringen nun Firmen, die wie Cisco und HP als Partner kooperierten, jeweils eigene Systeme heraus, welche die verschiedenen Funktionen in einem System kombinieren.

Ciscos Einstieg in den Markt für Blade-Server fand zwar in der Öffentlichkeit reichlich Beachtung, Hewlett-Packard hat in diesem Marktsegment aber einen gewaltigen Vorsprung. Laut IDC entfielen im vierten Quartal 2008 fast 55 Prozent der gesamten Blade-Server-Umsätze auf HP. Der nächstgrößte Mitbewerber IBM kam auf 22 Prozent. (tc)