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02.06.1989 - 

Neuer Besitzer will nicht das Innerste nach außen kehren:

HP läßt Apollo begrenzte Autonomie

02.06.1989

BOSTON (IDG) - Keine dramatischen Änderungen will die Hewlett-Packard Co. ihrer Neuerwerbung Apollo Computer Inc. verordnen. Zwar wird das Ostküsten-Unternehmen in HPs Hauptabteilung Workstations eingegliedert, doch die Baureihe DN wird weiterproduziert, der Sitz bleibt in Chelmsford bei Boston.

Für den bisherigen Apollo-Boß Thomas A. Vanderslice bedeutet die Integration seines Unternehmens in den HP-Verbund den (finanziell versüßten) Abschied von Apollo. Der Topmanager wird ersetzt durch den 46jährigen David Perozek, der mit 16 Jahren bei Hewlett-Packard zu den Veteranen des Konzerns aus Palo Alto zählt. Freilich fällt Perozeks Titel ein wenig bescheidener aus als der des elf Jahre älteren Vorgängers: Vanderslice war Chief Executive Officer, der Neue heißt schlicht "General Manager", wie es sich für einen Hierarchen gehört, der weisungsgebundenen ist. Denn über allem thront in diesem Geschäftsbereich Bill Kay, seinerseits General Manager der HP Workstation Group in Sunnyvale.

Während Perozek für Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Kundenbetreuung der bisherigen Apollo Inc. verantwortlich ist, leitet sein Kollege Brian Moore eine Arbeitsgruppe, der bei der Fusion die Feinarbeit zufällt: Die Menschen sollen einander nähergebracht, die Arbeitsabläufe und Organisationsstrukturen müssen angeglichen werden. Das Ganze soll ohne Entlassungen bewerkstelligt werden; wer in seinem bisherigen Job überflüssig wird, bekommt nach Firmenangaben die Chance, in einem anderen Konzernbetrieb weiterzuarbeiten.

Zusammengelegt werden auf jeden Fall die beiden Workstation-Werkstätten. Das erste Ziel der fusionierten Forschungs- und Entwicklungsabteilung wird sein, möglichst rasch eine neue Gerätegeneration auf Basis des Motorola-Mikroprozessors 68040 fertigzustellen. Außerdem will HP die Entwicklung von Anwendungssoftware (unter dem Betriebssystem Domain/OS von Apollo einerseits und dem eigenen Unix-V-Derivat HP-UX andererseits) zusammenführen. Für November - das ist die konkreteste Aussage aus Chelmsford - ist ein größeres Upgrade der Apollo-Workstation DN 10000 geplant. Für das erste Produkt nach den Spezifikationen der Open Software Foundation (OSF) nannte HP indes noch keinen Termin.