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22.08.2003 - 

Schnellere CPUs für Kompakt-Server

HP macht den Proliant-Blades Beine

PALO ALTO (CW) - Alle drei Baureihen der Blade-Server "Proliant-BL" hat Hewlett-Packard mit schnelleren Prozessoren ausgestattet. Die größeren Modelle erhielten ein neues Interconnect-System.

HPs kleinster Blade-Server, das Modell "Proliant BL10e", ist nun mit einem 1 Gigahertz schnellen Pentium-M-Prozessor bestückt, dessen Level-2-Cache mit 1 MB doppelt so groß ist als bei den bisherigen Ausführungen. Die besaßen Pentium-III-CPUs, deren Geschwindigkeit HP von zunächst 700 über 800 auf 900 Megahertz gesteigert hatte. Unverändert haben diese Blades jeweils zwei 10/100-Ethernet-Anschlüsse und eine 40 GB große Festplatte. Geblieben ist es auch beim Format: 20 BL10e-Blades passen auf ein Chassis und insgesamt 280 in ein Standard-Rack. Der Preis für ein Blade dieses Typs beträgt 1759 Dollar bei einer Ausstattung mit 512 MB RAM (auf das Doppelte erweiterbar).

Bei den großen Blades der Typen "BL20p" und "BL40p" hat HP das Interconnect-System der Backplanes beschleunigt. Sie kommunizieren nun über eine Gigabit-Ethernet-Verbindung, die HP zusammen mit Nortel Networks entwickelt hat. Dieser "GBE2"-Switch hat 24 Ports, pro Blade sind mindestens zwei nötig.

Außerdem haben die großen Blades schnellere Prozessoren bekommen. Die zweite Generation der BL20p arbeitet jetzt mit zwei CPUs des Typs Pentium 4 Xeon DP, die auf 3,06 Gigahertz getaktet sind und 1 MB Level-3-Cache besitzen. Sie nutzen 1 GB Hauptspeicher, einen 10/100- und drei Gigabit-Ethernet-Ports. Ohne die optionale Festplatte kostet ein BL20p-Blade 5499 Dollar. Eine Festplatte ist nicht nötig, denn die Blades können über eine separate Fiber-Channel-Karte - zum Preis von 5499 Dollar - mit einem externen SAN-Speichersystem verbunden werden und von dort aus booten.

Der wegen seiner gewaltigen Größe kaum mehr als Blade anzusprechende Server BL40p kann unverändert vier Prozessoren aufnehmen. Dabei handelt es sich jetzt aber um solche des Typs Pentium 4 Xeon MP, die zwei oder 2,8 Gigahertz schnell sind. Sie haben 1 beziehungsweise 2 MB Level-3-Cache. Das Einstiegsmodell dieses Typs mit einer der langsameren CPUs und 512 MB RAM kostet 8199 Dollar. Ein BL40p-Blade mit zwei 2,8 Gigahertz schnellen CPUs, 1 GB Hauptspeicher, fünf Gigabit-Ethernet-Verbindungen, integriertem "Lights-out"-Management-Port und Batterie-gesichertem Cache-Speicher kostet 17229 Dollar.

Hewlett-Packard arbeitet offenbar schon an Blades mit der stromsparenden "Deerfield"-Variante der Itanium-2-CPU. Damit würden sich Blades auch für Anwendungen eignen, die eine sehr breite Speicheradressierung voraussetzen. Seit Juni dieses Jahres soll HP über Prototypen dieser CPU verfügen. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir sie verwenden können", erklärte James Mouton, ein Vice President in HPs Intel-based Server Group. "Es ist nur eine Frage des Timings." (ls)