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31.05.2005

HP migriert Nonstop-Systeme auf Intels Itanium

Mit dem Wechsel auf die 64-Bit-Itanium-CPUs ist das Ende der Mips-Risc-CPUs eingeläutet.

Bereits nach der Fusion mit Compaq 2002 kündigte HP an, man werde auch bei den Nonstop-Systemen auf die Intel-Plattform wechseln. Seinerzeit hieß es, noch zwei Mips-Prozessorgenerationen würden auf den Markt kommen, dann wolle HP auf Itanium wechseln.

Jetzt hat das Unternehmen die Systemlinie "Integrity Nonstop Server" vorgestellt. Sie soll nach Firmenangaben doppelt so leistungsstark sein, aber nur halb so viel kosten wie frühere Modelle.

HP beerbte die vor allem in Banken, an Börsen und in der Telekommunikation eingesetzten Maschinen von Compaq anlässlich der Fusion der beiden Computer-Schwergewichte im Jahr 2002. Compaq hatte die fehlertoleranten Systeme mit dem Zusammenschluss mit Tandem im Jahr 1997 in sein Angebotsportfolio aufgenommen.

Mit dem Merger mit Compaq sah sich HP vor der schwierigen Situation, ausufernde Betriebssystem- und Hardware-Plattformen unter einem Firmendach anbieten zu müssen. Neben mehreren Unix-Derivaten, Windows-Optionen sowie Erbschaften wie Open VMS etc. musste HP auch diverse Prozessorarchitekturen wie etwa Mips-Risc, HP-PA-Risc, Alpha-Risc und Intel-Prozessoren integrieren, warten und weiterentwickeln. Dieses Problems entledigte sich das Unternehmen zum Teil durch die Entscheidung, komplett auf Intel zu setzen.

Sowohl die Alpha- als auch die HP-PA-Architekturen wurden, wie es im Branchenjargon heisst, mittlerweile abgekündigt. Sie werden noch Jahre mit Wartungsservices bedient, jedoch nicht mehr weiter entwickelt.

Was machen die Kunden?

Interessant wird sein, ob HP-Kunden den Wechsel auf die Intel-Architektur mitmachen. IDC-Analystin Jean Bozman sagte, es sei "die große Frage, ob HP seinen Kundenstamm halten oder sogar noch ausbauen" könne. Erste Käufer äußerten bereits, dass sie sich mit der Migration der Nonstop-Systeme auf Itanium noch Jahre Zeit lassen werden.

Zudem stehen Sun Microsystems und IBM schon bereit, um HP Kunden mit eigenen Angeboten abzuwerben. Ein Sun-Manager kommentierte den Wechsel der Nonstop-Systeme auf Itanium mit den Worten, HP besitze 30 Prozent des Marktes für fehlertolerante Rechner. Um diesen Anteil gehe jetzt das Gefeilsche los. (jm)