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13.09.2002 - 

Zwei CPUs sind State of the Art, vier CPUs geplant

HP packt mehr Prozessoren auf Blades

PALO ALTO (CW) - Hewlett-Packard hat Blades auf den Markt gebracht, die mit zwei CPUs bestückt sind. Anfang nächsten Jahres sollen sogar vier Prozessoren auf jedem der kompakten Server stecken.

Der erste Blade-Server mit zwei CPUs von HP hat die Typenbezeichnung "Proliant BL20p", wovon sich der Familienname "p-class" ableitet. Er ist je nach Modell mit einem oder zwei Intel-Prozessoren Pentium III ausgerüstet, die mit 1,4 Gigahertz getaktet sind. In der kleinsten Ausführung hat er 512 MB RAM, die auf 4 GB erweiterbar sind. In zwei Schächten finden im laufenden Betrieb austauschbare Festplatten mit einer maximalen Kapazität von 144 GB Platz.

Einfaches System-Management

Das System verfügt über einen LAN-Controller und drei Fast-Ethernet-Adapter mit "Wake On LAN" (WOL). Zwei der Netzadapter lassen sich auf Gigabit-Ethernet aufrüsten. Dank Compaqs Technik "Integrated Lights-Out (ILO) Advanced" sind die neuen Blades aus der Ferne zu warten. Die Server laufen mit den Linux-Versionen von Suse und Red Hat sowie mit Microsoft Windows 2000 Advanced Server.

Die Doppelprozessor-Blades sind noch eine Compaq-Entwicklung und waren im Mai 2002 angekündigt worden. Compaq hatte bisher in der Proliant-BL-Reihe "e-class"-Blades (BL10e). Diese Server tragen auf einem 3U (13,3 Zentimeter) hohem Board einen auf 700 Megahertz getakteten Pentium III, maximal 1 GB RAM und eine 30-GB-Platte. Auf jedem Chassis haben 20 dieser Blades Platz, so dass ein 42U-Rack 280 e-class-Blades beherbergen kann.

Die im Vergleich zu anderen Blades üppige Ausstattung der neuen p-class-Server hat jedoch ihren Nachteil in der Größe. Sie sind mit einer Normbauhöhe von 6U (26.7 Zentimeter) doppelt so hoch wie üblich, und auf ein "Enclosure"-Chassis passen acht Blades, die rechts und links von Interconnect-Modulen eingerahmt sind. In einem 42U-Rack haben auf maximal sechs Enclosures insgesamt nur 48 Blades mit bis zu 96 CPUs Platz. Trotzdem soll nach HP-Angaben ein vollbestücktes p-class-Rack wegen der schnelleren Prozessoren 30 Prozent mehr Leistung bringen als ein mit e-class-Blades voll bestücktes Rechnerregal.

Der Blade-Preis sinkt

Wenn das zutrifft, bieten die p-Blades ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis, denn ein e-class-Blade kostet 1799 Dollar, was ein vollbestücktes Rack rund 500000 Dollar teuer macht. Für das schwächste p-class-Blade mit einer CPU, 512 MB RAM und 18 GB Festplatte wären 2539 Dollar zu zahlen. Hinzu kommt mindestens ein Enclosure-Chassis einschließlich acht Lizenzen für die System-Management-Software "Rapid Deployment Pack" für 2999 Dollar. Ein stärkeres BL-20p-Modell mit zwei Prozessoren, 2 GB Hauptspeicher, 144 GB auf zwei Festplatten soll einschließlich Chassis und Lizenzen über 10000 Dollar kosten. Der Preis eines voll ausgestatteten p-class-Racks läge also auch bei einer halben Million Dollar.

Für Anfang 2003 hat HP weitere Blade-Modelle angekündigt. Darunter werden Doppelprozessor-Blades mit Intels Pentium-4Xeon-CPUs (Codename "Prestonia") sein. Außerdem will das Unternehmen, so Sally Stevens, Marketing-Direktorin in HPs Server-Abteilung, 4-CPU-Blades auf den Markt bringen. Sie werden mit den auf Pentium-4-Technologie basierenden "Gallatin"-Xeon-Prozessoren ausgestattet.

HP positioniert die Ein-Prozessor-Blades als Server für Domain Name Services und Firewalls. Die Zwei-Prozessor-Blades sollen besonders für Web-Hosting und Streaming Media geeignet sein. Auf den 4-CPU-Varianten sollen Backend-Datenbanken laufen. Das Unternehmen hat im ersten Quartal dieses Jahres rund 3000 dieser Spezialsysteme verkauft. (ls)