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10.02.1995

HP plant den Einstieg in das Massengeschaeft Die Marktkonsolidierung wird PC-Anbietersterben bewirken

LONDON/MUENCHEN (IDG) - Die PC-Industrie maturiert, und das wird, glaubt Jacques Clay, PC-Verantwortlicher bei Hewlett-Packard, in absehbarer Zeit zu einem Herstellersterben fuehren. IDG- Korrespondent Ron Condon befragte Clay in London ueber die zukuenftige PC-Strategie von HP. "Der Shake-out in der PC-Industrie wird bedeutend staerker ausfallen als der, der einst die weltweite Automobilindustrie traf." HP-Mann Clay laesst keinen Zweifel daran, dass auch derzeit am Markt gut dastehende Firmen von den Folgen bedroht sein werden.

Nach der Konsolidierung des PC-Marktes werden seiner Meinung nach nur vier "Megaplayer" als hauptsaechliche Lieferanten uebrigbleiben. Sie werden rund 60 Prozent des Marktes unter sich aufteilen, und Nischenanbieter muessten sich, so Clay, um den Rest streiten.

Dabei erwartet der HP-Mann, dass die PC-Marktfuehrer eine bedeutende Rolle im ganzen PC-Spektrum spielen, also stark sind bei professionellen Desktops und Servern, bei den Rechnern fuer den Soho-Markt sowie bei tragbaren und Palmtop-Geraeten.

Clay, der 1990 angetreten war, das damals darniederliegende PC- Geschaeft von HP mit neuem Leben zu erfuellen, plant fuer dieses Jahr den Einstieg in den Soho-Markt. Unter die besten Drei, nach Compaq und IBM, will er damit seine Firma in diesem Jahr fuehren.

Allerdings erfordert das Massengeschaeft ein vollkommen anderes Vorgehen als der Markt fuer professionelle Anwender. Clay stuetzt sich dabei auf Distributoren und die Haendlerschaft, zu der man bereits durch das Druckerangebot ein gutes Verhaeltnis aufgebaut habe: "Der Einzelhandel hat ein hervorragendes Gespuer fuer die Kunden und verfuegt ueber riesige Adressdatenbanken."

Veraendern muessen sich auch die Produktionsbedingungen, die, ausgehend von einem Basismodell, sofort fuer die Bereitstellung der gewuenschten Konfigurationen zu sorgen haben. Der so kritische Faktor Zeit - Lagerhaltung moeglichst ausgeschlossen - muss sich auch in der Auftragsbearbeitung niederschlagen. Clay plant, die Zeitspanne zwischen Auftragseingang und Auslieferung von derzeit rund drei Wochen auf drei Tage zu reduzieren.

Aehnliches wird, nach einer Anlauf- und Lernphase, auch vom HP- Bestellwesen erwartet. "Derzeit basiert unser Einkauf noch immer auf Planzahlen und nicht auf den realen Erfordernissen."

Momentan diskutiert HP mit US-Einzelhaendlern und erwartet, dass zur Jahresmitte das Geschaeft auf Touren kommt. Clay setzt auf das gute Image, das sich HP bei den Haendlern mit anderen Produkten - insbesondere Laserdruckern - erworben hat, und ist auch dazu bereit, auf die Wuensche seiner Haendlerschaft einzugehen. "Wir muessen das PC-Geschaeft erst erlernen."