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12.07.2005

HP revolutioniert die Tintenstrahltechnik

Hewlett-Packard macht den Highend- Laserdruckern für Büros Konkurrenz.

Das Neue an den Tintenstrahlern von HP sind die Druckköpfe, die sehr viel mehr Düsen haben als herkömmliche Geräte. Sie werden in einem fotolithografischen Prozess als ein Stück gefertigt statt wie bisher aus Farbkammern, Düsen und Heizelementen zusammengebaut. Die neue Bauweise führt zu 3900 Düsen, wobei sich diese Zahl ebenso erhöhen lässt wie die der Farben. Die Druckköpfe können in größerem Format hergestellt werden, wodurch sie mehr Fläche auf dem Papier abdecken.

Durch diese Techniken erreichen entsprechend ausgestattete Drucker die mehr als zweifache Arbeitsgeschwindigkeit herkömmlicher Tintenstrahler und können hier einen Vorteil von Farblaserdruckern wettmachen. Außerdem sind die Druckkosten pro Seite nach HP-Angaben um 30 Prozent günstiger als bei der mit Licht arbeitenden Technik. Erklärtermaßen will HP mit den neuen Druckern nicht nur bei Privatanwendern Markterfolge erringen, sondern den Farblaserdruckern für Büros Konkurrenz machen.

Das erste Gerät mit der neuen Technik ist der "Photosmart 8250" für Privatanwender. Er druckt Fotos im Format 15 mal zehn Zentimeter zu einem Preis von 24 US-Cent pro Farbfoto. Das Gerät ist für 199 Dollar zu haben. Im Herbst werden Multifunktionsgeräte der Reihe "Photosmart 3000" zum Preis von 299 bis 399 Dollar folgen. Zur gleichen Zeit soll eine Baureihe "Officejet Pro K550" für Büros auf den Markt kommen, die nur halb so viel wie vergleichbare Farblaserdrucker kosten soll.

Bei diesen Preisen ist wie bisher schon mit den Druckern kein Geld zu verdienen. Die Profite bringt das Zubehörgeschäft: Die Geräte benötigen sechs spezielle Farbtanks und ein Spezialpapier, das die Farbmenge schneller aufnehmen kann. Die Farbe ist sofort trocken, wasser- und wischfest. Farben und Papier vertreibt natürlich exklusiv HP.

Auf diese Weise hofft Hewlett-Packard, das vor einem Monat wieder von der PC-Sparte getrennte Druckergeschäft auf hohem Niveau zu halten. Es trug im letzten Quartal ein Drittel zum Gesamtumsatz und fast zwei Drittel zum Gewinn des Konzerns bei. Doch trotz höherer Einnahmen waren die Gewinne der Sparte um rund ein Achtel gesunken. Die Ursache waren Preissenkungen, mit denen HP versucht hat, von Konkurrenten wie Dell, Lexmark und Canon Marktanteile zurückzugewinnen. (ls) u