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19.03.2004 - 

Weiterer Erfolg für den 32/64-Bit-Zwitter Opteron

HP setzt nun auch auf AMD-Prozessoren

MÜNCHEN (CW) - Hewlett-Packard bringt eine ganze Reihe neuer Server auf den Markt, darunter erstmals Systeme, die mit dem 32/64-Bit-Prozessor "Opteron" von AMD arbeiten.

AMD kann einen weiteren Erfolg verbuchen: Hewlett-Packard gibt im Server-Segment seine bisher ausschließlich auf Intels 64-Bit-Architektur Itanium ausgerichtete Strategie auf. Der Hersteller verwendet künftig auch Opteron-Prozessoren, die 32- und 64-Bit-Anwendungen verarbeiten können. Damit folgt HP dem zuvor von IBM, Sun und anderen eingeschlagenen Weg; von den großen Server-Herstellern ist nur noch Dell Opteron-abstinent.

In diesen Tagen bringt HP den Rack-Server "DL145" auf den Markt. Das System hat die Normbauhöhe 1U (4,4 Zentimeter) und ist mit zwei Opteron-CPUs der Baureihe 200 bestückt. Der Kunde hat die Wahl zwischen den Prozessortypen 242, 244 und 248, die mit 1,6, 1,8 beziehungsweise 2,2 Gigahertz getaktet sind. Mit dem langsameren Prozessor, 1 GB RAM und einer 40-GB-Festplatte kostet die "Pizzaschachtel" 1599 Dollar. Der Listenpreis für einen DL145 mit 2,2-Gigahertz-CPU, 2 GB Hauptspeicher und einer Festplatte mit 40 GB Kapazität beträgt 2999 Dollar.

In etwa einem Monat folgt der 4U (17,8 Zentimeter) hohe Rack-Server "DL 585". Er birgt vier Prozessoren aus der Opteron-Baureihe 800. Welche CPUs mit welchen Taktgeschwindigkeiten HP anbieten will, ist bisher nicht bekannt. Auch zu den Konfigurationsmöglichkeiten und Preisen macht der Anbieter noch keine Angaben.

Als Grund für die Verwendung von AMD-Prozessoren nennt Scott Stallard, der als Senior Vice President HPs Bereich Enterprise Storage and Server leitet, die hohe Performance des Opteron bei 32-Bit-Anwendungen. Je nach Anwendung sei bei Tests HPs Vier-Wege-Server mit 2,2 Gigahertz schnellen Opterons um fünf bis 40 Prozent schneller gewesen als der gleiche Server mit vier auf 3 Gigahertz getakteten Xeon-Prozessoren von Intel. Der Opteron verbraucht dabei deutlich weniger Strom und produziert weniger Hitze. Die Verwendung der AMD-Prozessoren bedeutet keine Abkehr von Intels Itanium-Reihe, betont Stallard: "Unsere Verpflichtung auf den Itanium und unsere Pläne dafür ändern sich durch diese Ankündigungen nicht."

Fast zeitgleich mit dem ersten Opteron-basierenden Rack-Server startet Hewlett-Packard eine neue Reihe von Stand-alone-Systemen für kleine und mittelständische Unternehmen. Der erste Server der Familie hat den Namen "Proliant ML110". Es gibt ihn wahlweise mit einem auf 2,6 Gigahertz getakteten Intel-Celeron-Prozessor oder dessen schnelleren, großen Brüdern vom Typ Pentium 4 mit 2,8 oder 3,0 Gigahertz (siehe Kasten "ML110-Varianten"). Der Server fasst ATA-Festplatten mit maximal 320 GB Kapazität oder SCSI-Harddiscs mit bis zu 288 GB. Windows Small Business Server ist vorinstalliert. Das System ist auch für Linux und Netware geeignet.

Für Ende Juni 2004 hat HP einen neuen Blade-Server angekündigt, den "BL30p". 16 dieser Blades passen nebeneinander auf ein Chassis, das 6U (26,7 Zentimeter) Bauhöhe hat. Zum Vergleich: Auf ein "Bladecenter"-Chassis von IBM passen 14 Blades, die 7U (31,1 Zentimeter) Höhe im Rack beanspruchen. Die neuen HP-Blades passen auf das gleiche Chassis wie die Mini-Server "BL20p" und "BL40p". Ein BL30p ist nur halb so breit wie ein BL20p, und zwei von ihnen lassen sich über einen "Sleeve"-Mechanismus an die gleiche Backplane andocken, die bisher ein BL20p belegt hat.

Das Blade BL30p ist mit zwei Prozessoren vom Intel-Typ Xeon bestückt. Die Platzersparnis gegenüber dem Modell BL20p resultiert daraus, dass das neue System nur eine IDE-Festplatte besitzt, während im BL20p zwei SCSI-Systeme Daten speichern. Ausstattungsvarianten und Preise des BL30p hat Hewlett-Packard noch nicht bekannt gegeben. Der Hersteller hat angekündigt, in der zweiten Hälfte dieses Jahres auch Blades auf den Markt bringen zu wollen, die mit der Opteron-CPU von AMD arbeiten. Diese sind wegen ihrer im Vergleich zu Intel-Prozessoren deutlich geringeren Wärmeabsonderung für Blade-Racks besonders geeignet. (ls)

ML110-Varianten

CPU: Intel Celeron, 2,6 Gigahertz;

RAM: 256 MB;

Festplatte: 40 GB;

Preis: 499 Dollar.

CPU: Intel Pentium 4, 3,0 Gigahertz;

RAM: 256 MB;

Festplatte: 80 GB;

Preis: 949 Dollar.