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27.07.2001 - 

Leasingspezialist beantragt Chapter 11

HP sichert sich Teile von Comdisco

MÜNCHEN (CW/IDG) - Hewlett-Packard (HP) hat die Übernahme von Teilen der angeschlagenen Comdisco Inc. angekündigt.

Eine entsprechende Vereinbarung sieht den Kauf der vor allem auf Recovery-Services spezialisierten Dienstleistungssparte von Comdisco in den USA, Kanada, Großbritannien und Frankreich vor. Für die entsprechenden Divisions, die rund 1300 Mitarbeiter umfassen und im Geschäftsjahr 2000 einen Umsatz von etwa 440 Millionen Dollar erzielten, bezahlt HP 610 Millionen Dollar.

Alle Mitarbeiter und Outsourcing-Projekte der laut HP profitablen Comdisco-Units werden übernommen und in die eigene Service-Division überführt. Mehr als die Hälfte der einschlägigen Comdisco-Kunden sind im Finanzdienstleistungsgewerbe angesiedelt, wo HP nach Ansicht von Experten noch großen Nachholbedarf hat. Branchenkenner werten den Deal aber auch generell als weitere Anstrengung der Kalifornier, angesichts sinkender Margen im klassischen Hardwaregeschäft das eigene Standbein bei IT-Services zu stärken.

Für die in Chicago ansässige Comdisco Inc. bedeutet die Transaktion indes offenbar den Verkauf des Tafelsilbers. Das Unternehmen, vor gut 30 Jahren als klassische Leasing-Company für Großrechner gestartet, musste nach einer zuletzt völlig verkorksten Geschäftsentwicklung für die Konzernholding sowie die rund 50 US-Niederlassungen Gläubigerschutz unter Chapter 11 beantragen. Eine 1999 vom früheren CEO Nikolas Pontikes, dem Sohn des Firmengründers, eingeleitete Diversifizierungsstrategie, die unter anderem zu umfangreichen Investments in Internet-Firmen geführt hatte, wirkt sich nun entsprechend verheerend aus. Allein im Ende März beendeten zweiten Quartal musste das ursprünglich finanziell kerngesunde Unternehmen bedingt durch Sonderabschreibungen bei einem Umsatz von 510 Millionen Dollar einen Nettoverlust von 43 Millionen Dollar ausweisen.