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12.12.1997 - 

Bedarf durch ERP- und Datenbankanwendungen

HP stellt Acht-Wege-NT-Server vor

HPs neuer "Netserver LXr Pro 8" (siehe CW Nr. 43 vom 24. Oktober 1997, Seite 4: "Acht-Wege-NT-Server...") ist ausschließlich als Rackmount-Variante erhältlich und verweist damit deutlich auf die Positionierung des Systems. Die maximal acht mit 200 Megahertz getakteten Pentium-Pro-CPUs des Symmetrical-Multiprocessing-(SMP-) Servers sind durch das von der Hyundai-Tochter Axil übernommene "Adaptive Memory Crossbar Concept" (AMX) verbunden.

"Unsere Kunden fordern bereits heute mehr Skalierbarkeit unter NT", erläutert Jos Brenkel, der europaweit für das Marketing der Personal Systems Group zuständig ist. Vor allem Enterprise-Resource-Planning-(ERP-)Anwendungen wie R/3 von SAP oder größere Datenbanken stießen bei Vier-Wege-Systemen bereits deutlich an ihre Leistungsgrenzen.

Dem soll der neue Netserver mit seiner Skalierbarkeit abhelfen. Laut Hersteller erreicht der LXr Pro 8 beim SAP-Benchmark "Sales and Distribution" 40 Prozent mehr Leistung als ein Vier-Wege-Gerät. Noch deutlicher sollen die Leistungsspritzen in anderen Bereichen ausfallen: Als Messaging-Server unter Microsoft Exchange soll der Pentium-Pro-Bolide 55 Prozent mehr leisten, beim Test als Applikations-Server ("Serverbench" von Ziff Davis) erreicht der LXr Pro 8 insgesamt 60 Prozent mehr Durchsatz als sein kleinerer Vier-Wege-Bruder.

Gleichzeitig verschaffe sich das Unternehmen einen wichtigen Zeitvorsprung vor der Konkurrenz. Dieser wiegt laut Brenkel vor allem deswegen besonders schwer, weil im NT-Markt die Produktlebenszyklen mit 18 bis 24 Monaten deutlich kürzer ausfallen als im RISC-Unix-Segment, wo noch immer vier bis fünf Jahre die Regel seien.

Die Eignung von NT für unternehmenskritische Anwendungen stellte der HP-Marketier allerdings im Gespräch mit der CW in Frage: "Zum jetzigen Zeitpunkt ist NT noch nicht reif für das Enterprise. In Sachen Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit muß Microsoft noch viel tun."

Auf die Frage nach dem zwangsläufig entstehenden hausinternen Kannibalisierungseffekt zwischen den Unix- und NT-Servern weiß Brenkel eine einleuchtende Antwort: "Wir betrachten die beiden Geschäftsbereiche schon immer als eigenständige Profit-Center. Und unseren Unix-Leuten können wir nur empfehlen, ebenfalls ihr Leistungsspektrum nach oben hin zu erweitern. Ansonsten sehen wir keinen Grund zu falscher Rücksichtnahme: Wenn wir den Druck nicht machen, dann tut es eben Compaq oder die IBM.