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13.05.2005

HP stellt runderneuertes Speicherportfolio vor

Die neuen Mittelklasse-Subsysteme speichern bis zu 72 TB.

Hewlett-Packard präsentierte die nach eigenen Angaben "wichtigste Speicherankündigung" der Firmengeschichte und stellte in diesem Bereich ein rundum überarbeitetes Produktportfolio vor. Dazu zählen drei Modelle des Mittelklasse-Subsystems "Enterprise Virtual Array" (EVA), das durch die Firmenübernahme von Compaq zu HP kam und seit 2003 unverändert blieb.

Die neuen Festplatten-Subsysteme "Eva 4000", "6000" und "8000" stellen eine Speicherkapazität von knapp 17 TB (Modell 4000) bis 72 TB (EVA 8000) bereit. Sie sollen die bisherigen Modelle "EVA 3000" und "5000" ablösen. Die neue Topversion EVA 8000 enthält in der höchsten Ausbaustufe 240 Festplatten und bedient 256 Server. Dazu wechselte HP auch den Zugriffsmodus auf die Speicher: Statt der hauseigenen Technik "Securepath" kommt der Industriestandard "Multipath I/O" zum Zug, der mehrere physikalische Verbindungen für den Speicherzugriff bereitstellt und so für Fehlertoleranz und ausgeglichenen Datenverkehr sorgt.

Im NAS-Bereich will der Hersteller die bisher auf Microsoft-Software basierenden Lowend-Angebote um Lösungen erweitern, die HP auf einen Schlag in die Königsklasse hieven sollen. Die neuen NAS-Speicher nutzen "Proliant"-Server unter Linux und Cluster-Software, die vom engen HP-Partner Polyserve stammt und dort als "Matrix Server" entwickelt wurde. Die neuen "Enterprise File Services Clustered Gateways" bauen sich aus bis zu 16 per Cluster verbundenen Knoten unter einem gemeinsamen Filesystem auf, das 16 TB umfassen darf. Da das Cluster symmetrisch aufgebaut ist, kann jeder Knoten auch als Backup für einen anderen dienen. HP nutzt das Konzept der intelligenten Speicherzellen bereits in seinem "Reference Information Storage System" (RISS), das für Archivzwecke benutzt wird.

Bandarchiv für EVA

Schließlich kommen für Archivierungsaufgaben zwei neue Produkte auf den Markt. Das Mittelklasse-Bandarchiv "Enterprise Modular Library" wird als OEM-Produkt von Storagetek bezogen und passt in die gleichen Racks wie die EVA-Subsysteme. Aus den Labors des Startup-Unternehmens Sepaton stammt die Technik für die "Virtual Tape Library" (VTL). Sie besteht aus einem Proliant-Server und daran angeschlossenen Subsystemen mit ATA-Festplatten. VTLs beschleunigen den Backup- und Restore-Prozess, da sie die Daten auf Festplatten statt auf Bändern sichern. Da sie sich den Servern aber als Bandarchive präsentieren, können bestehende Backup-Programme weiterverwendet werden.

LAN-Speed im WAN

Für die Anbindung von Zweigstellen an das Unternehmensrechenzentrum bringt HP einen "WAN-Accelerator" auf den Markt, der aus einem Proliant-Server und aufgespielter Software von Riverbed Technology besteht. Er soll mittels Datenkompression und anderer Techniken den Datenverkehr zwischen zwei Standorten um 60 bis 95 Prozent verringern. Anwendern sollen damit auch über große Distanzen Zugriffszeiten wie im hauseigenen LAN geboten werden.

Analysten beurteilen HPs Produktankündigungen als ebenso gelungen wie dringend erforderlich: "HP hat dem Markt ein klares Signal gegeben, dass Storage für die Company wichtig ist. Es ist zu hoffen, dass die loyale Kundenbasis Vertrauen zurückgewinnt", erklärte Randy Kerns, Analyst der Evaluation Group. HP hatte mit der Storageworks-Sparte im vergangenen Jahr fast 7,6 Milliarden Dollar umgesetzt, 6,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Im Markt für externe Subsysteme verlor HP laut Marktforschungen von IDC deshalb beispielsweise 2004 die Topposition an EMC. (kk)