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02.04.2004 - 

Großaufträge für Novell

HP und IBM geben Suse Linux Auftrieb

MÜNCHEN (CW) - Hewlett-Packard (HP) hat auf der Novell-Hausmesse Brainshare angekündigt, dass es seine Partnerschaft mit Novell ausbauen und seinen Business-PCs künftig die Linux-Distribution von Suse beilegen will. Auch IBM interessiert die Zusammenarbeit mit Novell: Auf allen Server-Linien soll künftig der Suse Linux Enterprise Server vorinstalliert zu haben sein.

"Suse Linux Professional" wird mit entsprechender Zertifizierung und Support weltweit HPs Standarddistribution für Unternehmensrechner. "Wenn sich der Client-Anbieter Nummer eins und ein großer Linux-Distributor zusammentun, dann ist das ein ganz schön bedeutender Schritt", erklärte Martin Fink, Vice President von HPs Linux-Abteilung. Für das Open-Source-Betriebssystem habe man sich entschieden, nachdem einige der größten HP-Kunden weltweit Interesse an dem Produkt bekundet hätten, sagte Fink. Diese wollten ihre IT-Kosten senken und hätten festgestellt, dass der Verzicht auf Windows-Lizenzen dabei helfen könne. Von Microsoft gab es dazu keinen Kommentar.

HP bot bereits zuvor Linux für verschiedene Rechnermodelle an und verkauft derzeit mehr als 400000 Workstations mit dem quelloffenen Betriebssystem jährlich. Fink zufolge sitzen die meisten Abnehmer bislang jedoch in Europa und Asien. Die Brainshare-Ankündigung zeige ein stärkeres Bestreben, Linux-Desktops auch in US-amerikanischen Unternehmen zu etablieren. Wie viele Linux-basierende Desktops HP verkaufen wird, mochte Fink nicht prognostizieren: "Wir wollen wenigstens so schnell wachsen wie der Markt, und wenn möglich noch schneller."

Seine Linux-Desktops wird HP ausschließlich Firmenkunden anbieten. Zu den Preisen machte Fink keine Angaben, sondern erklärte lediglich, diese hingen vom Kunden und Vertriebsmodell ab. Erhältlich sein sollen die Systeme ab der zweiten Jahreshälfte 2004.

Linux ist zwar seit einiger Zeit auch in Unternehmen populär, bis dato jedoch vor allem als Server-Betriebssystem. Nur drei Prozent aller Desktops werden gegenwärtig mit Linux verkauft. Diese Zahl sei noch dazu wenig aussagekräftig, erläutert Roger Kay von IDC, denn die Hälfte davon wandere nach China und werde dort letzten Endes mit einer (Raub-)Kopie von Windows eingesetzt. "In Wahrheit laufen wohl so um die ein Prozent unter Linux", schätzt der Analyst.

Novell gab auf der Brainshare ferner bekannt, dass "Suse Linux Enterprise Server" nun auf dem kompletten Server-Portfolio von IBM vorinstalliert werden kann - sprich der "X-Series", "I-Series", "P-Series", "Z-Series" sowie den "Blade-Center"-Systemen. Big Blue unterhält darüber hinaus eine vergleichbare Partnerschaft mit Red Hat. Kunden, die sich für Linux entscheiden, haben nun die Wahl, welche der beiden Distributionen sie einsetzen möchten.

IBM investiert außerdem 50 Millionen Dollar in Novell und hat dazu Vorzugsaktien erworben, die in acht Millionen Stammaktien zu je 6,25 Dollar gewandelt werden können. Für den Preferred Stock zahlt Novell zwei Prozent Dividende per annum, die quartalsweise bar ausgeschüttet werden. Sollte IBM seine Anteile wandeln, besäße es etwas weniger als zwei Prozent der insgesamt umlaufenden 390 Millionen Novell-Anteile. (tc)